WAZ. Der Trainer des Wittener Regionalligisten erklärt, wie der TuS Bommern mit der Herne-Pleite umgegangen ist. Kann der Top-Keeper in Loxten spielen?
WAZ. Vor 250 Zuschauern unterliegen die Regionalliga-Handballer des TuS Bommern im Freitagabend-Spiel dem HC Westfalia Herne. Es gibt zwei Rote Karten.
Nach den Sportfreunden Loxten am vergangenen Samstag (37:34) haben die Handballer des HC Westfalia Herne das nächste Top-Team der Regionalliga in die Knie gezwungen. Die Mannschaft von Trainer Stephan Krebietke setzte sich vor 250 Zuschauern am Freitagabend mit 32:27 (14:16) beim TuS Bommern durch.
Es war ein sehr unterhaltsames Handball-Spiel. Zumindest für all die, deren Herz nicht für eines der beiden Teams schlägt. In der ersten Halbzeit gab es gleich zwei große Aufreger, als die Schiedsrichter Ismael Adbi und Sven Hädrich die Rote Karte zückten. Der Herner Henrik Komisarek sah diese in der zehnten Minuten nach einem Foul an Felix Groß, der Bommeraner Marcel Tarlinski in der 21. Minute nach einem Foul an Henri Drees.
Hernes Nicklas Dröge entscheidet das Torhüter-Duell für sich
Nachdem dem TuS dann nach dem 14:14 die 16:14-Pausenführung durch einen Siebenmeter-Treffer von Markus Schmitz und ein Gegenstoß-Tor von Felix Groß gelungen war, bestimmten die Herner nach dem Wechsel eindeutig das Geschehen. Was auch daran lag, dass Nicklas Dröge das Torhüter-Duell gegen Kevin Humberg und Joshua Friedrich – Clemens Uphues fehlte wegen seiner Knöchel-Probleme – für sich entschied. Ganz klar.
Nach dem 17:17 setzte sich das Krebietke-Team erstmals auf vier Treffer ab – 21:17. Auf zwei Tore kamen die Bommeraner zwar noch einmal heran, waren dann aber nach ihrem 22:26-Rückstand chancenlos und lagen zwischenzeitlich sogar mit acht Treffern zurück.
WAZ-Bericht von Andree Hagel
WAZ. Vor dem Heimspiel gegen den HC Westfalia Herne schrumpft der Kader des Wittener Handball-Regionalligisten TuS Bommern. Das sind die Hintergründe.
Die Handballer des TuS Bommern haben am Sonntag die große Chance ausgelassen, alleinige Regionalliga-Tabellenführer zu werden. Hat Nils Krefter dieses 30:30 beim CVJM Rödinghausen nach zwischenzeitlicher Zehn-Tore-Führung denn verdaut?
„Habe ich!“, antwortet der Trainer blitzschnell und lacht. Seinen Blick richtet er eh schon wieder auf die kommende Aufgabe: Der HC Westfalia Herne, der am Samstag die Sportfreunde Loxten mit 37:34 geschlagen und vom Thron gestoßen hat, kommt am Freitagabend nach Witten. Anwurf am Bommerfelder Ring wird um 20.30 Uhr sein.
Linkshänder Jonas Decker zieht‘s zurück nach Hattingen zur DJK Westfalia Welper
Ein Mann wird dann nicht mehr zum TuS-Kader gehören: Linkshänder Jonas Decker hat das Regionalliga-Spitzenteam auf eigenen Wunsch verlassen und wird schon am Samstag beim RSVE Siegen wieder für den Hattinger Verbandsliga-Aufsteiger DJK Westfalia Welper auflaufen, von dem er vor dieser Saison gekommen ist. „Es ist schade, dass er gegangen ist“, sagt Nils Krefter. „Ich hätte mir gewünscht, dass er seine Chance wahrnimmt. Wir haben ihm alle Türen geöffnet und jede Hilfe angeboten.“
Klar: Die Freude in Welper ist riesig, und Jonas Decker gehört dort mitten im Dezember zur Kategorie Transferhammer. Die Bommeraner schmerzt der Abgang des Linkshänders jedoch nicht wirklich. Zumal der 24-Jährige in dieser bislang ausgezeichneten Saison beim TuS kaum eine Rolle gespielt hat. Und weil diese bisher so toll gelaufen ist, haben sich auch die Rödinghausen-Schmerzen vom Sonntag gelegt.
„Die Herner haben zu alter Stärke zurückgefunden, der Kader hat sich komplettiert.“
„Ich bin ganz entspannt. Wir haben bis zur 38. Minute vielleicht unser bestes Spiel gemacht“, sagt Nils Krefter. „Wenn ich unsere eigenen Fehler sehe, muss ich inzwischen ein bisschen schmunzeln. Die Rödinghausener wissen selbst nicht, wie sie zu diesem Unentschieden gekommen sind. Wir haben denen den Punkt quasi geschenkt.“ Und das ändert auch nichts an der Bommeraner Bilanz nach elf Partien, nach 17:5 Zählern. „Das ist“, sagt der TuS-Coach, „mehr als gut.“
In der vergangenen Saison hat der TuS Bommern beide Spiele gegen den HC Westfalia Herne verloren
Die volle Konzentration gilt bei den Wittenern nun den letzten beiden Spielen des Jahres, eben dem HC Westfalia Herne sowie am 21. Dezember (Samstag, 18 Uhr) den Sportfreunden Loxten. „Wir haben Lust“, sagt Nils Krefter, der sich den Freitag-Kontrahenten am Samstag live angeschaut hat.
WAZ-Bericht von Andree Hagel
WAZ. Bei Lieblingsgegner CVJM Rödinghausen führt der TuS Bommern schon mit zehn Toren Differenz. Plötzlich reißt der Faden - dafür hat Nils Krefter keine Erklärung.
WAZ. Erste Gespräche mit dem aktuellen Kader laufen beim Regionalliga-Zweiten TuS Bommern bereits an. Wen man 2025/26 unbedingt weiter an sich binden möchte.

