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Handball

Donnerstag, 12. April 2018

Wieczorek: "Wir können etwas erreichen, was niemand erwartet hat"

Erwartet hatten sie knüppelharten Abstiegskampf, herausgekommen ist eine realistische Chance auf den Aufstieg, auf die Verbandsliga: Unsere Damen stehen auf Platz 1 der Landesliga – und haben jetzt noch fünf harte Spiele vor sich, in denen sie die Tabellenführung verteidigen wollen. Im Interview mit tus-bommern.de hat sich Trainer Michael Wieczorek zur aktuellen Situation geäußert.

Michael, ihr habt wieder eine lange Pause hinter euch. Ist die in so einer Situation eigentlich eher Fluch oder Segen?

Puh, es war ja nicht das erste Mal, dass wir lange pausieren mussten. Im Herbst schon einmal vier Wochen, während der Damen-WM sogar acht Wochen. Aber ich muss sagen: Diesmal hat sie uns gut getan. Im Spiel gegen Hemer hat sich Nicole Schmidt den Daumen gebrochen, Leslie Tamko Tuebon ist im Spiel gegen Wetter gleich im ersten Angriff umgeknickt. Sie hat länger pausiert, konnte diese Woche aber wieder ins Training einsteigen. Leslie wird einsatzfähig sein, bei Nicole weiß ich es noch nicht genau. Vielleicht können wir das Ganze tapen, aber wir wollen es nicht übertreiben oder zu viel riskieren. Alle anderen Mädels sind fit – extra für das Spiel am Samstag gegen Lüdenscheid habe ich Lena Sonnenschein aktiviert, sie war diese Woche auch schon beim Training dabei.

Du sprichst Leslie und Nicole schon an, zweifelsohne zwei wichtige Spielerinnen. Aber bei euch macht das Kollektiv den Erfolg aus, oder?

Klar muss man schon sagen: Leslie hat eingeschlagen wie eine Bombe, allein aufgrund ihrer körperlichen Statur. Sie ist sehr präsent, hat einen unheimlich starken Wurf und aufgrund ihres Alters auch schon eine Menge Erfahrung. Sie wird ja jetzt schon 30. Aber: Auch wenn Leslie ganz oben steht in der Torschützenliste – ohne ihre Mitspielerinnen ginge das auch alles nicht. Ich will deshalb auch eigentlich keine Spielerin rausheben. Die Neuzugänge haben einfach gepasst, menschlich sowieso. Und mit den Mädels, die wir zur Verfügung haben, haben wir einfach schon jetzt eine tolle Saison gespielt. Völlig egal, wie sie ausgeht.

Wie geht die Saison denn aus?

Wir haben natürlich als Trainer immer gesagt: Lasst uns jede Woche zwei Punkte gegen den Abstieg sammeln. Aber irgendwann ist der Aufstieg natürlich ein Thema. Die Mädels sind alle alt genug und haben es irgendwann gemerkt. Wir sind jetzt da oben und können etwas erreichen, womit wirklich niemand gerechnet hat. Wir wollen das jetzt auch erreichen. Und wir haben es selbst in der Hand.

Was macht ihr so gut?

Schon als ich hier angefangen habe, habe ich gesagt: Die Mädels müssen Kondition für 60 Minuten haben. Du darfst zum Ende das Gas zumindest nicht rausnehmen. Viele Gegner halten 40 bis 45 Minuten mit und brechen dann ein. Wir sind körperlich sehr stark besetzt in unserer Abwehr: Mit Chantal Köstler, mit Josi Bernstein oder Leslie. Die Gegner werden müde und wir halten unser Tempo durch. Gepaart mit unserem Tempospiel und der schnellen Mitte ist das einfach das Wichtigste. Deshalb konnten wir auch immer so frech aufspielen. Wir drücken immer aufs Tempo. Egal, ob wir ein Gegentor gekriegt haben oder nicht.

Der Endspurt ist eingeläutet, fünf Spiele sind’s noch. Was erwartest du da vom Bommeraner Umfeld?

Ach, ich muss ganz ehrlich sagen: Das Umfeld in Bommern ist jetzt schon klasse. Zu jedem Auswärtsspiel kommen schon immer rund 20 Leute mit – die Mädels haben da viele Freunde und auch Familie dabei, die immer gerne mitkommen. Da sind auch Hupe und Rassel dabei. Und vor allem zu Hause bei den Heimspielen macht das Ganze echt Eindruck. Es ist immer Krach in der Halle. Insgesamt ist es hier echt so, wie es sein soll. Wir haben ja auch keinen Druck vom Vorstand.

Hast du das eigentlich alles so erwartet vor der Saison?

Nein. Ich reibe mir immer noch die Augen, wenn ich überlege, wie wir die Vorbereitung gemacht haben. Da haben wir es trotz des wenigen Personals schon gut gemacht, und die Saison ist jetzt auch schon absolut top. Wenn es was zu nörgeln gibt, besprechen wir das – und dann wird das geändert und verbessert.

Am Samstag erwartet ihr Lüdenscheid im Sportzentrum.

Wir sollten sie schon schlagen mit einer normalen Leistung. Ich weiß aber nicht so ganz genau, was ich erwarten soll. Ein, zwei Wochen nach dem Spiel hat Lüdenscheid den Trainer gewechselt. Deshalb denke ich, dass sie ihre Art und Weise, zu spielen, ein bisschen geändert haben könnten.

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