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Handball

Dienstag, 09. April 2019

TuS-Talente die Besten in Westfalen

WAZ. Die D-Jugendhandballer vom TuS Bommern sind so etwas wie die Vorzeigemannschaft des Vereins. Das Nachwuchsteam von Trainer Uli Müller ist das erste, das aus der Handballakademie des Vereins entspringt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit sich lohnt. Am Wochenende wurde Bommern Westfalenmeister und krönte damit eine herausragende Saison, die ohne Punktverlust zu Ende geht.

„Das sind die ersten Früchte, die wir aufgrund der Handballakademie ernten. Wir wollen ein Ausbildungsverein werden“, sagt Uli Müller. Seine Mannschaft wurde unangefochten Kreismeister, gewann anschließend das Turnier der besten Teams aus den Kreisen Dortmund und Industrie und war nun auch bei der Westfalenmeisterschaft im heimischen Sportzentrum nicht zu schlagen. Fünf Spiele, fünf Siege – das ist die Bilanz der Bommeraner Talente.

„Wir haben verdient den Titel geholt“, sagt Müller. Einzig im dritten Spiel gegen die JSG HLZ Ahlen habe sein Team ein paar Startschwierigkeiten gehabt. „Aufgrund der großen Moral und der menschlichen Qualitäten unserer Spieler haben wir uns aus diesem Loch aber herausgezogen“, resümierte der TuS-Trainer.

Müller, das ist herauszuhören, ist von dem Weg überzeugt, den der TuS Bommern mit seiner Jugendarbeit geht. Seine Spieler werden leistungsorientiert ausgebildet und schieben in jeder Woche Zusatzeinheiten. „Natürlich bilden wir hier nicht talentfreie Jungs zu Superhelden aus. Die Spieler haben Talent, das gehört dazu“, so Müller. „Aber wenn man wirklich ausbildet, so wo wir das machen, dann hat man auch in den nächsten Jahren etwas davon.“

Das Ziel ist klar: Irgendwann sollen auch die Seniorenteams des Vereins profitieren. Die Spieler aus dem Westfalenmeister-Team entstammen dem Jahrgang 2006, werden also alle in diesem Jahr 13 Jahre alt. Nur noch vier Jahre, dann dürften sie theoretisch schon bei den Herren auflaufen. „Das geht jetzt Schlag auf Schlag. Lange hin ist das nicht mehr“, so Müller. Voraussetzung dafür ist, dass die Spieler in Bommern bleiben.

Die Erfolge der Mannschaft bleiben auch der Konkurrenz nicht verborgen. Mit Leo Abel zieht es einen Spieler zu Eintracht Hagen. „So einen Spieler zu verlieren, ist für uns nicht leicht. Leo ist unser Kumpel“, sagt Müller, der den Vorgang aber grundsätzlich für normal hält: „Dafür werden auch andere Spieler den umgekehrten Weg gehen und sich uns anschließen.“

Bommerns Abteilungsleiter Thomas Hitzemann betont, dass der Verein sich sehr darum bemüht, dem Potenzial der Mannschaft gerecht zu werden. „Im Vergleich mit Hagen sind wir nur ein kleiner Verein. Aber wir wollen das Team so gut es geht fördern und den Spielern eine Perspektive bieten“, sagt Hitzemann. Soll heißen: Die Müller-Sieben wird auch in Zukunft auf Leistungshandball ausgelegt sein und soll im Sportzentrum die dafür nötigen Rahmenbedingungen vorfinden. So soll es gelingen, die Talente in Bommern zu halten.

„Deshalb werden wir uns jetzt auch nicht auf die faule Haut legen“, sagt Uli Müller. Er rückt mit seinem Team nun eine Altersklasse in die C-Jugend auf. Aktuell steht die Vorbereitung auf die Qualifikationsturniere an, die Mitte Mai beginnen. Das Ziel ist klar formuliert: „Wir wollen uns für höhere Aufgaben qualifizieren. Die Oberliga ist die höchste Spielklasse – da wollen wir hin“, so Müller. Dafür wird hart trainiert, viermal wöchentlich bittet Müller zum Training.

Zwar ist man sich in Bommern bewusst, dass man zukünftig nicht jedes Nachwuchsteam auf ein leistungsorientiertes Niveau heben kann. Uli Müller sagt aber auch: „Wir haben auch in den jüngeren Jahrgängen richtig gute Jungs, die talentiert sind und gewillt, etwas mehr zu machen als andere.“

Die Westfalenmeister: Leo Abel, Thorben Bartels, Justus Kurth; Nils Draband, Johann Nussbaum, Bennet Schober, Jaro Schober, Jerome Uhl, Dan-Noah Arndt, Sören Schellenberg, Dejan Jovanovic.

WAZ-Bericht von Marcel Kling

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