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Handball

Dienstag, 19. Dezember 2017

Stephan: „Wir können immer hohes Tempo gehen“

WAZ. Bommerns Trainer hält Ausgeglichenheit seiner Mannschaft für die größte Stärke. TuS überwintert nach 10:0-Lauf auf Rang zwei. Auch deshalb, weil die Abwehr nun steht.

Im letzten Spiel des Jahres haben die Verbandsliga-Handballer des TuS Bommern noch einmal ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Der 28:19-Erfolg beim OSC Dortmund war ein Fingerzeig, dass mit den Wittenern im Titelkampf zu rechnen ist. Im WAZ-Interview zieht TuS-Trainer Thorsten Stephan eine Zwischenbilanz und nennt Gründe für den Höhenflug.

Hätten Sie in diesem Jahr lieber auf die Winterpause verzichtet?

Ja und nein. Natürlich haben wir gerade einen Lauf und haben auch wirklich gute Leistungen in den letzten Spielen gezeigt. Aber die Jungs können die Pause auch gut vertragen, denn viele Partien waren sehr anstrengend und sind an die Substanz gegangen. Jetzt können alle erst einmal ihre Wehwehchen auskurieren.

Hat die Mannschaft das starke erste Halbjahr noch gefeiert?

Wir waren am Samstag ausgerechnet in Dortmund auf dem Weihnachtsmarkt und haben dort einen schönen Jahresausklang gehabt.

War das Gastspiel in Dortmund also genauso erfolgreich wie das am Tag zuvor?

Ja, das kann man so sagen. Wir haben auch da gewonnen. Der eine oder andere am Tag danach aber nicht mehr.

Zuletzt legte ihr Team einen 10:0-Lauf hin, einschließlich der Siege gegen die Top-Teams Schalke, Senden und Dortmund. Wie erklären Sie sich den Höhenflug?

Ich denke, die Mannschaft hat sich vor allem im defensiven Bereich gefunden. Wenn man zwei neue Spieler im Zentrum hat, dann stimmt die Abstimmung am Anfang nicht. Wer, wie wir, ein schnelles Umschaltspiel will, der kann auch mal schnell gegen Mannschaften aus unteren Tabellenregionen verlieren, wenn die Deckung nicht steht.

Kann man die Pleiten in Plettenberg/Werdohl und Halingen demnach daran festmachen, dass das Team noch nicht eingespielt war?

Nein, auf keinen Fall. Das darf keine Ausrede sein. In Plettenberg hatten wir eine grottenschlechte Abwehrleistung und in Halingen eine grottenschlechte Angriffsleistung. Da gibt es nichts zu entschuldigen. In beiden Spielen waren wir einfach schlecht.

Gehören solche Spiele nun der Vergangenheit an?

Ich denke ja, allerdings nur so, wie man im Sport auch wirklich davon ausgehen kann. Ganz ausschließen kann man das nie. Aber es deutet alles darauf hin, dass die nötige Konstanz jetzt da ist.

Es deutet auch alles darauf hin, dass keine Mannschaft besser ist als der TuS Bommern.

Ich würde es anders formulieren: Wir können jeden Gegner schlagen, wenn wir unsere Leistung abrufen. Aber die Liga ist insgesamt sehr ausgeglichen. Wenn man da nicht unbedingt seinen besten Tag hat und der Gegner etwas über Form spielt, dann besteht immer die Gefahr einer Niederlage.

Wie würden Sie Ihre Mannschaft charakterisieren?

Das ist ganz einfach: Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen. Der Vorteil, den wir vielen anderen Verbandsligisten gegenüber haben ist, dass wir nachlegen können, wenn etwas nicht funktioniert. Wir haben es in Dortmund gesehen: Fabian Jung saß lange auf der Bank und Markus Schmitz, unser bester Spieler in der Hinrunde, hat in Halbzeit zwei nur acht Minuten gespielt. Aber Marius Jung und Lukas Burbaum haben deren Spiel einfach fortgeführt. Wir sind variabel und können deshalb immer hohes Tempo gehen.

Oft wird der TuS Bommern auf Fabian Jung, Silas Kaufmann und Markus Schmitz reduziert.

Das wird dem Team nicht gerecht. Alle sind komplett integriert, als würden sie schon Jahrzehnte zusammenspielen und alle ziehen an einem Strang. Entscheidend ist, dass wir immer als geschlossene Mannschaft auftreten.

Hat Sie ein Spieler besonder überrascht?

Sicherlich ist es ein bisschen überraschend, dass Raban Mazur, der die komplette Vorbereitung nicht mitgemacht hat, jetzt eine gute Alternative am Kreis ist. Letzte Saison hat er auf Halbrechts gut gespielt, aber jetzt haben wir einfach mal diesen Versuch gestartet – und es hat über mehrere Spiele gut funktioniert.

Der TuS Bommern ist so erfolgreich wie seit vielen Jahren nicht. Merkt man das auch im Umfeld?

Wir merken das schon. Wenn man sieht, dass in Dortmund über 100 Bommeraner waren, dann ist das schon toll. Da ist eine Welle übergeschwappt, in die eine wie in die andere Richtung. Das hilft uns weiter. Egal ob wir freitags, samstags oder sonntags spielen – die Halle ist voll. Ich bin jetzt zwei Jahre in Bommern und kann sagen, dass der Support sich deutlich verbessert hat. Aber im letzten Jahr gab es auch keinen Funken, der von der Mannschaft aufs Publikum überspringen konnte.

Wie gehen Sie mit dem Zwischenstand um: Geht’s für Bommern jetzt um den Aufstieg?

Unser Ziel war es, dass wir oben mitspielen. Wenn sich später die Chance auf den Aufstieg bietet, dann werden wir die auch nutzen wollen. Ich bin da aber eher für die klassische Variante und schaue immer nur auf den nächsten Gegner und nicht darauf, was irgendwann im Mai mal sein kann. Denn dann ist immer die Gefahr da, dass so ein Spiel wie in Plettenberg oder Halingen passiert.

Der nächste Gegner heißt Eintracht Hagen II. Gleich wieder ein Topspiel.

Zumal ich nicht weiß, mit welcher Mannschaft die hier auflaufen. So oder so: Hagen gehört sicherlich zu den Top-Teams in der Liga.

WAZ-Bericht von Marcel Kling

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