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Handball

Freitag, 25. Januar 2019

Stephan: „Für die Nationalmannschaft ist alles möglich“

WAZ. Während Deutschland bei der Handball WM heute Abend um das Ticket für das Finale spielt, bereitet Thorsten Stephan seine Schützlinge des TuS Bommern auf das Ligaspiel gegen den OSC Dortmund (Samstag, 19.30 Uhr) vor. Mit Redakteur Maximilian Lazar sprach er über die Euphorie, die die WM auslöst und das Spiel gegen den Tabellenfünften.

Hallo Herr Stephan, Hand aufs Herz: Haben Sie mit einer solchen Handball-Euphorie gerechnet?

Thorsten Stephan: Das war so natürlich nicht planbar. Aus meiner Sicht hätte es in alle Richtungen gehen können. Aber man sieht, dass mit dem Heimvorteil, viel Kampfgeist, ein bisschen Glück und einem guten Spielplan, bei dem zuerst die etwas einfacheren Gegner kamen und die Mannschaft sich gut steigern konnte, viel möglich ist. Was sie jetzt tun, ist für den Handball sehr, sehr wichtig.

Wie empfinden Sie die Euphorie?

Das Spiel gegen Spanien habe ich in Köln in der Halle live erlebt. Es war eine unglaubliche Atmosphäre. Das gesamte Publikum hat jede Geste eines einzelnen Spielers aufgenommen und beantwortet. Das hat für ein riesiges Selbstvertrauen bei den Spielern gesorgt und ich bin mir sicher, jetzt ist alles möglich. Gegen Norwegen im Halbfinale ist Deutschland in meinen Augen der leichte Favorit.

Glauben Sie, dass diese WM langfristig für einen Handball-Boom in Deutschland sorgen kann?

Ich denke schon, dass in den kommenden zwei bis drei Jahren wieder mehr Kinder zum Handball kommen. Aktuell entstehen wieder Vorbilder, die Eltern werden ihre Kinder zum Handballtraining schicken. 2007 war das ähnlich, durch die Misserfolge ist es dann aber wieder abgeebbt.

Was muss passieren, um das zu verhindern?

Der Erfolg darf keine Eintagsfliege sein. Denn es ist natürlich schwer für die Vereine, Kinder für den Sport zu gewinnen. Der Vorteil diesmal ist aber, dass diese Mannschaft mit Leidenschaft und Teamgeist auftritt. Damit haben sie eine Vorbildfunktion, mit der sich auch Menschen identifizieren können, die in ihrem Privatleben zu kämpfen haben. Das ist vergleichbar mit der Eishockeynationalmannschaft im vergangenen Jahr bei Olympia. Auch diese Mannschaft hat den Menschen imponiert.

Wie steht es um ihre Mannschaft. Wie verfolgen Sie die WM?

Ein Spiel haben wir uns zusammen angeschaut und ich hoffe, dass sich die Euphorie auch etwas überträgt. In Sachen Teamgeist sind wir schon top, aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen Spieler in einer schlechten Phase wieder aus dem Loch herauszukommen. Am Montag mussten wir aber in den sauren Apfel beißen und konnten das Spiel gegen Island nicht gucken. Mit Blick auf das Spiel gegen Dortmund mussten wir trainieren.

Apropos Dortmund. Wegen der WM gab es eine längere Pause vor dem Spiel gegen den OSC. Hat diese Pause gut getan oder eher gestört?

Es war schon angenehm, dass wir die Spiele schauen konnten und natürlich transportieren wir den Sport auch auf die Kreisebene herunter. Außerdem sind jetzt alle meine Spieler wieder fit und an Bord. Deshalb hat die Pause gut getan.

Was erwarten Sie am Samstag für ein Spiel?

Ich gehe davon aus, dass die Tagesform entscheiden wird. Dortmund kann jede Mannschaft in der Liga schlagen und gehörte für mich vor der Saison zu den Topfavoriten. Durch die Niederlage in Bergkamen sind sie jetzt aber schon unter Zugzwang. Aber auch wir haben etwas gutzumachen, immerhin haben wir das Hinspiel mit neun Toren verloren.

Wo liegen die Dortmunder Stärken?

Der OSC hat körperlich sehr starke Einzelspieler wie die Rückraumspieler Marc Bardischewski und Alexander Mazur, aber auch spielstarke Akteure wie Mattis Kloppenburg. Sie haben eine richtig gute Mannschaft, die unter Wert da steht.

Nach dem Sieg gegen Plettenberg/Werdohl haben Sie die Torausbeute ihrer Mannschaft kritisiert. Was macht Ihnen Mut, dass das am Samstag besser läuft?

Wir haben daran gearbeitet und man steigert sich ja auch am Gegner. Die Effizienz wird am Samstag besser sein.

WAZ-Bericht von Maximilian Lazar

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