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Demenzsport

Montag, 29. Juli 2013

Sportgruppe bereichert das Leben von Demenzkranken

Ruhr Nachrichten. Ballspiele, Beweglichkeit und Gleichgewichtsübungen. Die Aufgaben, die Petra Möller vom TuS Bommern mit ihrer Sportgruppe absolviert, sind eigentlich nichts ungewöhnliches. Dennoch ist die Sportgruppe etwas Besonderes. Denn ihre Teilnehmer sind dement.

„Wenn wir zusammen sitzen, merkt man gar nicht, wer von uns eigentlich krank ist.“ Wolfgang (93) überlegt kurz und fährt fort: „Hier ist es wie in einer großen Familie. Alle fühlen sich wohl und kommen gern.“ Wolfgang spricht von der Demenz-Sportgruppe des TuS Bommern. Seit eineinhalb Jahren trifft sie sich regelmäßig im Sportzentrum am Bommerfelder Ring. Zum Sport und gemütlichem Beisammensein, zum Lachen und gemeinsamen Singen. Wolfgang ist nicht dement.

Aber er ist regelmäßig dabei, um den anderen Gesellschaft zu leisten. Manchmal turnt er auch mit. Übungsleiterin Petra Möller freut sich über die gute Resonanz bei diesem niederschwelligen Hilfsangebot. „Die kranken Menschen werden integriert, weil parallel das Senioren-Café läuft. Die Angehörigen werden für drei Stunden entlastet. Sie können ruhigen Gewissens die Verantwortung in gute Hände legen. Diese Auszeit haben alle verdient.“

Fünf Demenzkranke werden momentan von der Sportgruppe betreut - Annelie, Doris, Hans, Kurt und Anita. Eine ganze Stunde lang steht Bewegung auf dem Programm. „Denn Leben heißt Bewegung und Bewegung heißt Leben“, betont Petra Möller immer wieder. Da gibt es Ausdauertraining, Gleichgewichtsübungen, Ballspiele und auch die Beweglichkeit wird trainiert. „Manchmal kommt man dabei ganz schön ins Schwitzen“, meint Kurt (87) aufgeräumt. Kurt hat seine Kindheit in Brasilien verbracht. Und wenn er von früher erzählt, kommt er schnell ins Schwärmen.

Hanna (45) hat ihre Mutter Annelie (72) vorbei gebracht. Mutter Annelie ist von Anfang an dabei. Hanna findet die Demenz-Sportgruppe super. „Wenn Mutti nach Hause kommt ist sie immer guter Laune. Das hält dann immer bis zum nächsten Tag. Klasse.“ Sie ist von der Mischung aus Geselligkeit, Bewegung und den vielen netten Leuten sehr begeistert. „Das tut Mutti richtig gut.“ Helga (74) hat ihren Mann Hans (80) im Schlepptau. „Das herzliche Verhältnis ist einfach toll und immer so liebevoll“, betont Helga.

„Manchmal sagt mein Mann: Falls heute Sonntag ist, freue ich mich schon auf den Montag!“ Das spricht für sich. Alle loben die drei Übungsleiterinnen Petra, Nadja, Dagmar und auch die Praktikantin Simja in höchsten Tönen. Aber auch die „guten-Feen“ des Senioren-Cafés Leni (74) und Christel (82). Bei der Demenz-Sportgruppe sind noch Plätze frei. Wer Lust hat, ist willkommen.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Barbara Zabka

Weitere Infos bei Petra Möller unter 0 23 02 - 76 01 27

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