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Handball

Sonntag, 14. Januar 2018

Silas Kaufmann wirft TuS Bommern zum Sieg

TuS Bommern - VfL Eintr. Hagen II 33:32

TuS: Goldkuhle, Uphues; M. Jung (1), Galys (1), Kaufmann (3), Mazur, Groß (5), Burbaum, Wichmann, Lindner (2), F. Jung (9/5), Blechschmidt (1), Tarlinski (2), Schmitz (9).

WAZ. Viel ging wirklich nicht mehr bei Silas Kaufmann. Doch diese beiden letzten Aktionen, die schüttelte das Rückraum-Ass des TuS Bommern im Topspiel gegen den VfL Eintracht Hagen II kurz vor Schluss doch noch aus dem Ärmel. Einen knappen Rückstand bogen die Wittener so noch in einen 33:32 (17:14)-Erfolg um. Ein beeindruckender Triumph der Moral in einem spektakulären Duell.

„Wenn du solche Spiele gewinnst, dann bleibst du auch dort oben“, brachte es TuS-Trainer Thorsten Stephan nach dem Abpfiff auf den Punkt. Auch er musste nach der nervenaufreibenden Schlussphase, die auch die gut 300 Zuschauer elektrisiert hatte, erst einmal sacken lassen. Stephan suchte gleich den Weg hinüber auf die Tribüne, herzte seine Frau - dann war er bereit, das eben Gesehene sachlich und schon mit ein wenig Distanz zu bilanzieren.

Einen „insgesamt glücklichen Sieg“ gegen einen starken Gegner hatte er gesehen. Eine Partie zweier Teams, die sich von Beginn an nichts schenkten, die begeisternden Handball zeigten. „Das hatte durchaus Oberliga-Niveau“, so der frühere TuS-Abteilungsleiter Markus Lusebrink. Und nicht nur für den Bommeraner Trainer stand fest: „Eigentlich war es unsere eigene Schuld, dass es so ein enges Match wurde. Wenn wir nicht so viel verballert hätten, wäre es zwischendurch ziemlich deutlich geworden.“ Damit bezog er sich vor allem auf die Startphase, als die Wittener zwar in der Defensive hellwach, dafür aber im Angriff zu inkonsequent waren. Eine Großchance nach der anderen vereitelte Hagens Keeper Niklas Walter. „Den haben wir ganz schön warmgeschossen“, sparte auch der neunfache Torschütze Markus Schmitz nicht mit Selbstkritik. So sprang nur eine 3:1-Führung heraus - möglich war allemal ein 6:2 oder 7:3.

Als die Wittener mehr Sicherheit in die Offensivaktionen bekamen, setzten sie sich erstmals auf vier Tore ab (12:8; 22.). Zur Pause führte man mit 17:14, Marius Jung vergab mit der letzten Aktion per Gegenstoß eine weitere Riesenchance.

„Leider waren wir dann in der zweiten Halbzeit oft zu hektisch“, so Thorsten Stephan. Leichte Fehler schlichen sich ins Aufbauspiel, Hagen war flugs wieder dran, hielt die Partie jetzt völlig offen - und warf in der 45. Minute durch Marius Kraus mit dem 26:25 sogar nach langer Zeit mal wieder eine Führung heraus. Jetzt rannten die Bommeraner einem Defizit hinterher, sahen in der Endphase beim 29:31 (56.) schon beinahe wie der zweite Sieger aus. Doch Fabian Jung und Markus Schmitz, die es zusammen auf 18 Tore brachten, glichen das mitreißende Spiel aus - 31:31, noch gut drei Minuten.

Selbst Hagens famoser Spielmacher Pavel Prokopec, Dreh- und Angelpunkt bei den Gästen, leistete sich jetzt einen kaum erklärlichen technischen Fehler, kurz darauf glich Silas Kaufmann mit kraftvollem Solo zum 32:32 (59.) aus. Und sechs Sekunden vor Schluss markierte er nach gleichem Muster sogar noch das 33:32 - unbändiger Jubel beim TuS Bommern, die Halle wurde zum Tollhaus. „Solche Spiele“, meinte ein Zuschauer, „halte ich wahrscheinlich nicht allzu oft aus.“

WAZ-Bericht von Oliver Schinkewitz

WAZ-Fotostrecke (Fotos von Biene Hagel)

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