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Turnen

Montag, 15. April 2019

Parkour in Witten: Springend Hindernisse überwinden

WAZ. Parkour-Künstler nutzen praktisch jedes Hindernis, um ihr akrobatisch-elegantes Können unter Beweis zu stellen. Doch dieser Sport ist weit mehr als eine Klettershow. „Schnell und effizient von A nach B kommen“, beschreibt Jon Cheema Singh den Ursprung von Parkour. Gemeinsam mit seiner zehn Mann starken Truppe „Parkour Pandas“ hat der Trainer des TuS Bommern zum zweiten Mal ein Camp für Kinder im Bommeraner Sportzentrum organisiert.

Basslastige Musik schallt aus den Lautsprechern, überall sind Kästen aufgebaut, manche nur wenige Zentimeter hoch, andere gefühlt unüberwindbar. Der ganze Boden ist mit blauen Matten ausgelegt, zur Sicherheit der Kinder bei einer unsanften Landung.

45 Kinder zwischen neun und 15 Jahre sind der Einladung gefolgt und toben sich 24 Stunden lang aus – kleine Nachtruhe auf Sportmatten in der Halle inklusive.

Linas Chun (12) ist einer der Teilnehmer. Der Wittener besucht die sechste Klasse und ist seit knapp zwei Jahren im Parkour-Team des TuS Bommern. Sein Lieblingssprung sei der „Palm Spin“. Dabei stützt man sich mit den Händen an einem Hindernis, etwa einer Bank, ab und macht mit den Füßen über dem Hindernis eine halbe Drehung, um so wieder am Ausgangspunkt zu stehen. Gar nicht so einfach, weiß Linas.

Nicht einfach sein eigenes Ding machen – das sei ganz wichtig in dieser Sportart. Der Austausch mit Gleichgesinnten und mit den Trainern gehöre unbedingt dazu. „Jon und Silke sind die coolsten“, findet der 12-Jährige. Silke Sollfrank ist Linas‘ großes Vorbild. „Ich hab schon Videos von ihr gesehen – das sieht so locker und selbstverständlich aus. Aber man weiß, dass da eine unglaubliche Körperspannung und jede Menge Arbeit hinterstecken.“

Silke Sollfrank, 21 Jahre jung, ist eine echte Parkour-Größe in Deutschland. Sie zählt zu den bekanntesten Trainerinnen des Landes und hat auf Instagram über 34.000 Follower. Vor wenigen Jahren noch war Sollfrank Leistungsturnerin. „Aber ich habe was gesucht, wo nicht dieser Wettkampf herrscht.“ Keine Ranglisten, keine Verlierer mehr. „Beim Parkour bin ich mein eigener Trainer und es gibt keine Regeln.“

Okay, fast keine Regeln. Eine Grundlage ist der Präzisionssprung. Wer aus einem Sprung oder einem Lauf heraus nicht sicher auf beiden Füßen landen kann, riskiert Verletzungen. „Viele übernehmen sich und wollen direkt einen Riesensprung machen“, sagt Sollfrank. Doch Parkour bedeute, die eigenen Grenzen kennenzulernen. Mehr Selbstfindung als große Show.

Das Parkour-Training findet für Acht- bis 14-Jährige jeden Dienstag von 16 bis 17 Uhr in der Halle der Brenschenschule statt. Fortgeschrittene ab 14 Jahren trainieren freitags von 15 bis 17.30 Uhr im Sportzentrum Bommern. Bei den Anfängern sind gut 30 Kinder aktiv, bei den Fortgeschrittenen zehn bis 15.

Auskunft zum Parkour-Training des TuS Bommern gibt Trainer Jon Cheema Singh unter 0157-39012299.

WAZ-Bericht von Leon Pollok

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