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Handball

Samstag, 05. Januar 2019

Oberligist steht als Favorit im Fokus

WAZ. So stark besetzt war das Teilnehmerfeld der Damen beim Stadtwerke-Cup im Handball wohl noch nie. Ein Oberligist, ein Verbandsligist und ein Landesligist geben sich am Sonntag (ab 10 Uhr, Sportzentrum Bommerfelder Ring) die Ehre. Vorab standen wichtige personelle Entscheidungen bei zwei Teams an - zum Jahreswechsel bzw. zu Beginn des neuen Kalenderjahres wartet also auf die Wittener einiges an Arbeit.

Die Trennung von Trainer Michael Wieczorek wollte man beim TuS Bommern gar nicht an die große Glocke hängen - immerhin ging man nicht im Streit auseinander. Gleichwohl ist der Abteilungsvorstand nun gefordert, zügig eine Lösung zu präsentieren. Einstweilen übernimmt der Sportliche Leiter Mathias Kilfitt, der am Sonntag beim Stadtwerke-Cup somit gleich mal einen „Kaltstart“ erlebt. „Bis auf Leslie Tamko-Tuebon sind eigentlich alle Spielerinnen verfügbar“, so der langjährige TuS-Torhüter, der eine engagierte Leistung von Bommerns Verbandsliga-Damen erwartet, die eine Woche später (13. Januar) immerhin ein ganz wichtiges Punktspiel gegen den Tabellenletzten Teutonia Riemke zu bestreiten haben. Den Vergleich mit Stadtmeisterschafts-Titelverteidiger SG ETSV Ruhrtal gibt’s am Sonntag zum Abschluss der Gruppenspiele (Anpfiff: 16 Uhr).

Anders als der TuS Bommern hat man bei der Spielgemeinschaft seinen neuen Trainer bereits gefunden - und sein Debüt gab der auch bereits. Am Mittwoch absolvierte das Team eine erste Trainingseinheit unter der Regie von Daniel Buff (37). „Eine gute Gelegenheit, die Spielerinnen mal kennenzulernen“, so der Recklinghäuser. Als Titelverteidiger und einziger Viertligist im Feld ist sein Team am Sonntag, wenn fünf Mannschaften nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ den Stadtmeister ermitteln, fraglos der große Favorit. „Ich werde sicherlich die Chance nutzen, das eine oder andere auszuprobieren“, will sich Buff ein Bild davon machen, wer aus seinem SG-Kader in den jeweils 30-minütigen Partien auf welcher Position die beste Figur macht. Die Zweitvertretung der SG ETSV Ruhrtal (immerhin Spitzenteam der Bezirksliga) hat aus Personalmangel nicht für den Stadtwerke-Cup gemeldet.

Gleich mit zwei Mannschaften wird der HSV Herbede am Sonntag in den Wettbewerb gehen. „Spielerinnen sind ja reichlich vorhanden, alle sollen entsprechend auch ihre Anteile erhalten“, sagt HSV-Coach Uli Müller, der mit seinem Landesliga-Team durchaus für eine Überraschung sorgen könnte. In der Meisterschaft gab’s seit seinem Wiedereinstieg im November schon zwei ganz wichtige, eindrucksvolle Siege, die den Aufsteiger zum Abschluss der Hinserie zumindest schon mal ‘raus aus dem Ligakeller und bis auf Platz acht hievten. „Wir sehen das als Vorbereitung auf die weiteren Ligaspiele“, so Müller.

Abgerundet wird das Teilnehmerfeld vom Kreisligisten HSG Annen-Rüdinghausen um Trainer Andreas Bauer, der naturgemäß als Außenseiter ins Turnier starten wird. In der Meisterschaft reichte es bislang zu lediglich zwei Siegen (4:14-Punkte) und Platz zehn - gegen die starken Wittener Konkurrenten geht es für das junge HSG-Team vor allem darum, weiter zu lernen und sich möglichst achtbar aus der Affäre zu ziehen.

WAZ-Bericht von Oliver Schinkewitz

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