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Handball

Freitag, 12. Oktober 2018

Nach der Schule ruft das Hallenparkett

WAZ. Der TuS Bommern hat seine Handballakademie eröffnet. Individuelle Trainingssteuerung mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung.

Nach der Schule schnell zu Hause rein, den Ranzen in die Ecke gepfeffert und ab vor die Spielekonsole? Nicht mit dem TuS Bommern! Der Verbandsligist lockt sportbegeisterte Kinder mit seiner Handballakademie lieber aufs Hallenparkett, anstatt auf die Couch. Ein frisches Mittagessen und Hilfe bei den Hausaufgaben gibt’s für die Schüler obendrauf.

Es ist ein Rundum-sorglos-Paket, dass die Verantwortlichen des TuS Bommern um Vereinsmanager Björn Pinno für Wittens junge Handballer ausgetüftelt haben. „Unser Ziel ist die Verzahnung von Schule, Verein und leistungsbezogenem Training“, so Pinno. Gefördert wird das Projekt vom Wittener Abfallentsorger AHE. „Der Jugendsport ist ein wichtiges Gesellschaftselement. Als Unternehmen wollen wir mit dieser Kooperation unserer sozialen Verantwortung gerecht werden“, sagt Geschäftsführer Johannes Einig.

Rund 20 Kinder sind seit Schuljahresbeginn mit dabei. Vormittags pauken sie Englisch und Mathe in Schiller- und Ruhrgymnasium, der Helene-Lohmann-Realschule, der Hardenstein-Gesamtschule und der Rudolf-Steiner-Schule in Langendreer. Nach dem letzten Klingeln geht’s dann jeden Mittwoch ins Sport- und Freizeitzentrum an den Bommerfelder Ring.

Dort steht B-Lizenz-Trainer Henning Schierbaum ab 13.30 Uhr schon bereit und wartet auf seine Schützlinge. Der 36-Jährige ist Mathe- und Sportlehrer und war selbst als Handballer aktiv, bis ihn zwei Kreuzbandrisse ausbremsten. „Mir macht die Arbeit mit den Kindern super viel Spaß“, sagt er. Bis 14 Uhr gibt’s schon einmal Obst und Gemüse zur Stärkung. Dann geht’s los. „Wir starten mit einem individuellen Techniktraining. Ab 15.15 Uhr gibt’s Mittagessen und danach steht bis 16.30 Uhr die Hausaufgabenbetreuung an. Zum Schluss machen wir noch eine halbe Stunde Athletiktraining“, erklärt Schierbaum den Tagesablauf. Das Wichtigste sei allerdings, dass die Schule immer an erster Stelle stehe. Drückt der Schuh mal zu arg in einem Fach, wird der sportliche Teil gekürzt. „Mit den Zeiten sind wir da flexibel“, meint der 36-jährige Fachmann, der von „Bufdi“ Cedric Cunitz unterstützt wird. Um 17 Uhr ist Feierabend.

Damit die Handballtalente zwischendurch keinen Hunger bekommen, dafür sorgt Ralf Drewes. „Diesen Mittwoch gab’s einen Rucolasalat mit gebratenen Champignons und einer feinen Vinaigrette. Letzte Woche Kartoffelecken mit Sauerrahm-Dip“, verrät er. Alles frisch zubereitet. „Dass ich gerne koche, hab ich wohl von meinem Vater. Der war im Club der kochenden Männern. Einige haben schon gesagt, ihnen schmeckt’s bei mir besser, als zuhause“, flachst der Organisator.

Ob Drewes zukünftig mehr als 20 Portionen kochen muss, hängt von der Entwicklung der Akademie ab. „Wenn jemand jetzt noch Interesse hat, kann er sich gerne melden. Das gilt auch für Schulen. Ansonsten planen wir aus organisatorischen Gründen zukünftig von Schulhalbjahr zu Schulhalbjahr“, sagt Björn Pinno. Er verspricht: „Wenn die Nachfrage da ist, werden wir Lösungen finden.“ Das dürfte für die Aufstockung des Trainerteams und der Mahlzeiten gleichermaßen gelten. Denn der TuS Bommern will die Kinder vom Sofa aufs Hallenparkett holen.

WAZ-Bericht von Maximilian Pleger

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