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Rehasport

Dienstag, 21. März 2017

Mit Sport gegen die Schmerzen

WAZ. Eine Krankheit, die einen Namen hat, der manchen schmunzeln lässt. Betroffene nicht. Denn wer an der Schaufensterkrankheit leidet, verspürt beim Gehen starke Schmerzen in den Beinen. Der Kranke muss stehenbleiben, pausieren, bis er weitergehen kann. Der Grund: eine „Verkalkung“ (Arteriosklerose) der Beinarterien, was zu Engstellen und damit zu Durchblutungsstörungen führt. Eine wichtige Basistherapie ist der Gefäßsport. In Witten gibt es seit Dezember eine Gefäßsportgruppe beim TuS Bommern.

Einer der Teilnehmer ist Maurice Cappus. Der 76-Jährige freut sich bereits über Erfolge: „Ich kann immer weiter gehen, ohne aufgrund von Schmerzen stoppen zu müssen.“ Die Schaufensterkrankheit, von Medizinern periphere arterielle Verschlusskrankheit genannt, machte sich bei ihm durch Krämpfe in den Beinen bemerkbar.

Die Strecke, die der Renter gehen konnte, wurde immer kürzer. Cappus musste in der Klinik für Gefäßchirurgie des Marien-Hospitals an beiden Beinen operiert werden. Die Gefäßsportgruppe möchte der 76-Jährige nicht missen: „Hier bekommen wir auch hilfreiche Tipps.“ Die Reha-Sportgruppe entstand auf Initiative von Dr. Claudia Agostinho Olbrich. Der TuS Bommern wurde als Kooperationspartner gewonnen.

Die Oberärztin der Klinik für Gefäßchirurgie im Marien-Hospital erklärt Patienten die Risikofaktoren für eine Schaufensterkrankheit. Diese kann sogar zu einem Verschluss der die Beine versorgenden Schlagadern führen. „Das Rauchen ist der größte Risikofaktor!“ Zu hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck und Diabetes seien weitere.

„Weil diese Faktoren eine Arterienverkalkung begünstigen.“ „Daher sind Patienten, die an der Schaufensterkrankheit leiden, auch gefährdet, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden“, betont der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Privatdozent Dr. Stephan Langer. In einem frühen Stadium der Krankheit sollten Betroffene zunächst ihr Leben umstellen. Sportliche Aktivität und eine gesunde Ernährung seien hier wichtige Bausteine, weil sie die Risikofaktoren positiv beeinflussen können.

Die Gefäßsportgruppe, die sich einmal wöchentlich trifft, trainiert mit Übungsleiterin Petra Möller. Sie macht mit den Teilnehmern ein spezielles Gehtraining, zusätzlich Gymnastik „im Sitzen, Stehen und Liegen“. Durch das Training werden auch neue Blutgefäße gebildet, die die Muskulatur wieder mit Sauerstoff versorgen. Die Schmerzen der Patienten nehmen ab.

Schmerzen in der Wade, im Oberschenkel oder Po – die Symptome der Schaufensterkrankheit können an unterschiedlichen Stellen auftreten. Je nachdem, wo die Verengung in der Arterie auftritt. „Das Gewebe wird dann teils so stark unterversorgt, dass die Schmerzen immer schlimmer werden und sogar in Ruhe auftreten können“, erklärt Dr. Claudia Agostinho Olbrich. Ein erster Hinweis auf eine Erkrankung sei, wenn ein Arzt den Fußpuls am Knöchel eines Patienten schlecht oder gar nicht mehr spüre.

Die Medizinerin besucht die Gefäßsportgruppe in Bommern einmal im Monat, spricht mit den Patienten darüber, ob sich ihre Beschwerden gebessert haben oder nicht. Ganz wichtig: Mit dem Gefäßsport versuche man auch Operationen zu verhindern „oder diese nach hinten zu verschieben“.

Wer an der Schaufensterkrankheit leidet und an der Gefäßsportgruppe teilnehmen möchte, kann sich bei Dr. Claudia Agostinho Olbrich melden: Tel. 02302/173 1233; Mail: claudia.olbrich@elisabethgruppe.de.

Die Gruppe trifft sich immer mittwochs von 12.45 Uhr bis 15.45 Uhr beim TuS Bommern, Bommerfelder Ring113. Reha-Trainerin ist Petra Möller.

WAZ-Bericht von Jutta Bublies

 

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