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Handball

Freitag, 13. April 2018

Gipfeltreffen sorgt für riesige Vorfreude

WAZ. Zweiter gegen Erster, Herausforderer gegen Top-Favorit - mehr Spitzenspiel geht wirklich nicht, wenn es am Samstag (19.30 Uhr, SuFz Bommerfelder Ring) zum Aufeinandertreffen der Handball-Verbandsliga-Teams vom TuS Bommern und vom FC Schalke 04 kommt. Sollte den Wittenern ein weiterer Coup gegen die „Königsblauen“ gelingen, wären sie wieder die Nummer eins der Liga.

„In der Woche vor dem Spiel in Haltern hat unser Trainer klar gesagt, dass er das Wort Schalke von niemandem hören will“, erinnert sich TuS-Kapitän Felix Groß. Der Fokus sollte allein bei der wichtigen Partie in der Seestadt liegen. Zumindest ging dieser Plan auf, die Bommeraner zeigten gegen den Liga-Siebten eine ihrer stärksten Vorstellungen, gewannen mit 28:23. „Ich hatte da nie das Gefühl, dass was schiefgehen könnte“, so Groß. Und nun also: Schalke 04. Nicht die Fußballer, denen u. a. der TuS-Spielführer und Rechtsaußen Alexander Lindner Spieltag für Spieltag die Daumen drücken, sondern eben die Handballer um Coach Sebastian Hosenfelder. Der schon vor der Saison auserkorene Favorit auf den Oberliga-Aufstieg.

„Das Hinspiel war schon mega-emotional - wir haben damals gekämpft wie die Löwen“, erinnert sich Groß. Und nach dem Schlusspfiff feierten die Bommeraner einen 26:25-Erfolg. „Unsere Teamleistung war absolut herausragend. So ähnlich müssen wir uns jetzt wieder präsentieren.“ Beim TuS-Linksaußen ist „die Vorfreude einfach riesengroß. Allein schon der Gedanke an eine randvolle Halle. Das haben wir uns jetzt einfach auch verdient.“

Mit 17 Siegen und nur vier Niederlagen sind die Wittener die Nummer zwei der Verbandsliga, fordern nun das Schalker Top-Ensemble aufs Neue heraus. „Eigentlich dachte ich, dass ich nervöser wäre. Aber wir sind in der Mannschaft alle erstaunlich locker. Unser Vorteil: Wir müssen ja gar nicht aufsteigen - aber wenn die Chance mal da ist, will man sie auch ergreifen“, so der 26-Jährige. Seit November 2016 haben die Bommeraner kein Heimspiel mehr verloren, ihre Anhängerschaft soll auch diesmal ein wichtiger Faktor werden. „Aber selbst wenn wir das Spiel gewinnen, ist danach in Sachen Meisterschaft noch gar nichts entschieden“, sagt Groß.

Auch sein Trainer Thorsten Stephan weiß um das deftige Restprogramm. „Danach kommen noch vier weitere ganz schwierige Aufgaben. Am Samstag wird sich erstmal nur entscheiden, ob wir in Sachen Titelkampf weiterhin im Spiel bleiben“, so der 47-Jährige. Eine Niederlage wäre wohl gleichbedeutend mit einer Vorentscheidung zugunsten der Gelsenkirchener, die unlängst ebenso wie der TuS Bommern auch beim RSVE Siegen verloren.

„Es gibt ja eigentlich nichts Schöneres, vor einem solchen Spitzenspiel zu wissen, dass man gegen diesen Gegner gewinnen kann“, denkt Stephan noch an das Duell aus der Hinrunde, als die Wittener mit 26:25 beide Zähler aus dem Sportzentrum Schürenkamp entführten. „Damals haben beide Teams nicht ihre beste Leistung abgerufen. Ich gehe davon aus, dass Schalke jetzt viel besser spielen wird - also müssen wir das auch“, so der TuS-Coach. Große Geheimnisse gebe es unter den Rivalen ohnehin nicht, „wir wissen, was uns erwartet. Bei Schalke 04 sind die beiden Außen die Top-Torschützen, dazu sind die Kirsch-Brüder im Rückraum sehr stark. Das ist eine schwer auszurechnende Mannschaft.“ Das sind die Bommeraner aber auch, bei denen sich die Einsätze des Spielmacher-Duos Markus Schmitz/Marius Jung erst kurzfristig entscheidet. Beide auch als vorgezogene Abwehrspieler ein entscheidender Faktor - doch in Haltern zeigte auch Felix Groß, dass er dort gut aufgehoben ist.

WAZ-Bericht von Oliver Schinkewitz

Tabelle: 1. Herren Verbandsliga