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Rhönrad

Mittwoch, 14. März 2018

Ein glänzender „Albtraum“

WAZ. Zweimal schon feierte Dr. Svea Hüning die Weltmeisterschaft in ihrem spektakulären Sport - und es sieht ganz so aus, als könne sie auch einen dritten Anlauf in Richtung WM-Titel nehmen. Beim ersten Qualifikations-Wettkampf zu den Welttitelkämpfen mit der Rhönrad-Variante Cyr ließ die Wittenerin ihre Konkurrenz deutlich hinter sich.

In Leverkusen trafen sich die besten Rhönrad- und Cyr-Turner der Deutschen Meisterschaften des Vorjahres, um die Kandidaten für das Weltturnier zu ermitteln. Für Dr. Svea Hüning, die schon im vergangenen November ein überaus gelungenes Comeback nach ihrer Babypause gefeiert hatte, ging es darum, die jüngsten Trainingsleistungen zu bestätigen und die Verbands-Verantwortlichen davon zeugen, dass die 29-Jährige einmal mehr mit einem WM-Ticket ausgestattet werden musste.

„Ich trainiere zu Hause in Witten im Sportzentrum des TuS Bommern, starte aber weiterhin für die SG Heisingen aus Essen. Meine neue Choreographie hat Jochen Iseke zusammengestellt“, berichtet die junge Mutter, die inzwischen auch wieder an drei Tagen pro Woche am Dortmunder Klinikum als Ärztin ihren Dienst versieht. Für ihren Sport indes findet die zweimalige WM-Gewinnerin immer noch genug Zeit, um mit dem Cyr-Wheel national nach wie vor die Szenerie zu beherrschen.

Nicht nur der Wettbewerb in Leverkusen dient zur Ermittlung der deutschen WM-Fahrer, im April wird in Kirchweyhe noch ein weiteres Qualifikations-Turnier folgen, an dem die Bommeranerin ebenso teilnehmen wird. Danach werden dann die besten fünf Aktiven für die Weltmeisterschaft nominiert, die im Mai im schweizerischen Magglingen antreten sollen.

In Leverkusen gingen zunächst im Rhönradturnen die Jugendlichen im Mehrkampf an den Start, die Cyr Turner zeigten im Anschluss ihre Pflichtübung. Die Nervosität war Svea Hüning beim ersten wichtigen Wettkampf nach der langen Pause deutlich anzumerken. Trotz kleinerer „Wackler“ brachte sie ihre Pflichtübung dennoch gut zu Ende, erturnte eine Punktzahl von 13,20 Punkten und setzte sich damit gleich mal an die Spitze des weiblichen Teilnehmerfeldes.

Beim am Nachmittag stattfindenden Kürprogramms war dann wieder die Routine bei der Wittenerin zu spüren. Fast spielerisch turnte sie ihre Elemente mit höchsten Schwierigkeiten. Musikalisch stellte sie einen „Albtraum“ dar, erschreckte Zuschauer und Kampfrichter mit ausdrucksstarken Posen. Am Ende durfte sie sich über die erreichte Punktzahl von 25,65 Punkten freuen - „das war dann auf jeden Fall alles andere als ein Albtraum“, stellte die junge Mutter fest. Mit dieser Tageshöchstleistung sicherte sich Svea Hüning am Ende des Tages mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz. Die Voraussetzungen, um vom Deutschen Turnerbund (DTB) nach 2013 und 2015 erneut für die WM nominiert zu werden, könnten also kaum besser sein.

WAZ-Bericht von Oliver Schinkewitz