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TGW

Montag, 20. Juni 2016

Dt. Meisterschaften! Nur ein Traum?

Am vergangenen Sonntag, machten sich zwei Mannschaften des TuS Bommern auf den Weg ins Siegerland zum Qualifikationswettkampf für die Dt. Meisterschaften im TGM/TGW/KGW.

Der TV Kreuztal hatte als Ausrichter der westfälischen Landesmeisterschaft geladen und 46 Mannschaften waren diesem Aufruf gerne gefolgt. Für die junge TGW (Turner-Jugend-Gruppen-Wettkampf) Mannschaft des TuS Bommern war es besonders aufregend. Hatten sich die Mädchen doch erst nach dem 3. Gruppenpokal-Wettkampf im April in Witten überlegt, doch noch am Landesentscheid teilzunehmen. Das hieß für die Trainer, Ärmel hochkrempeln und sich mit der Mannschaft dieser Aufgabe zu stellen. Mithilfe von zusätzlichen Trainingseinheiten an Samstagen und einer entschlossenen Mannschaftsleistung ist es den 8 Mädchen tatsächlich gelungen ihre Trainer zuerst in Staunen und dann in einen wirklichen Freudentaumel zu versetzen.

Nun der Reihe nach. Nach einer frühen Anreise, waren die Mädchen doch sichtlich aufgeregt in Kreuztal angekommen. Reichte die Zeit zwischen April und Juni wirklich aus um eine gute Turnchoreographie mit Hilfe des Trainerteams Christina Bergerhausen und Ingrid Koppmann einzustudieren und dem fachkundigen Kampfrichtern zu präsentieren? Hatten die Leichtathletiktrainer um Michael Winzen und Monika Depta die Mädchen so gut in die Geheimnisse des Orientierungslaufes eingewiesen, so dass es ihnen gelingen konnte hier viele Punkte zu machen. Dies war der erste Wettkampf in dem sie Orientierungslauf als Disziplin gewählt hatten. Das Medizinballweitwerfen war die einzige Disziplin, die sie aus der Vergangenheit schon in den Wettkämpfen ausgeführt hatten und daher eher Nebensache, aber durfte bezüglich der Punkte auch nicht unterschätzt werden.

Der Wettkampf begann für die Mannschaft mit dem Werfen. Dort haben sie die üblichen Weiten und damit Punkte erzielt. Bedingt durch zwei Neuzugänge in dieser Mannschaft war es trotzdem spannend. Die beiden haben ihre Aufgabe aber bravurös gemeistert.

Dann ging es zurück in die Halle um den Kampfrichtern ihre Turnchoreographie zu präsentieren. Erst fünf Tage vorher gelang es den Mädchen die Choreographie auf den Punkt zu turnen. Die Trainerinnen waren sehr gespannt, ob das viele Training wirklich ausreichte. Zumal Christina Bergerhausen auch noch als Oberkampfrichterin im 5-köpfigen Kampfgericht saß. Man kann sich sicherlich vorstellen, wie aufgeregt die Mädchen waren. Aber die Sorge war unbegründet. Die Gruppe sind allesamt Wettkampftypen, die, wenn es drauf ankommt, sicher und routiniert ihr Programm abspult. Am Ende der Musik kannte die Freude keine Grenzen. Keine Stürze, alle Elemente wurden gut geturnt und die Wertung von 9,05 Punkten (von mgl. 10 Pkt.)die die Mannschaft am Ende auf ihrer Wettkampfkarte erhielt, ließ die Mädchen in Jubel ausbrechen.

Von diesem Ergebnis motiviert und angespornt machten die Mädchen sich auf zum Orientierungslauf, der letzten Disziplin an diesem langen Tag. Begleitet wurden sie von Monika Depta und Michael Winzen. Sie gaben den Mädchen noch letzte Tipps mit auf den Weg und dann ging es auch schon auf die Laufstrecke. In 35 Minuten müssen die Mädchen auf einem Quadratkilometer 10 Posten finden und anlaufen. Die Mädchen haben wirklich das Letzte aus sich raus geholt und die Strecke in einer für sie sagenhaften Zeit von 37 Min. absolviert. Das bedeutete in Punkten umgerechnet 9,8 von 10 möglichen Punkten. Da war es auch um die Fassung der Trainer geschehen. Egal welche Platzierung am Ende herauskommen würde, die Mädchen sind über sich und ihre Grenzen hinausgewachsenen und haben eine beeindruckende Mannschaftsleistung erbracht.

Die Siegerehrung verhieß dann noch einmal große Spannung. Denn auch die Kindermannschaft des TuS Bommern hatte einen guten Wettkampftag hinter sich gebracht. Begonnen hatten sie den Wettkampf mit einer Aufgabenstaffel.

Über eine Distanz von 15 m müssen die Mädchen der Reihe nach zu einem Kasten laufen auf dem 28 bunte Holzstäbchen liegen. Einen davon müssen sie zurück bringen und während der nächste Teilnehmer losläuft müssen die Kinder ein vorgegebenes Bild legen. Dies erfordert schnelles Laufen und gute Teamarbeit beim legen den Bildes. Die Anzahl der erlaufenen und dann in der richtigen Reihenfolge gelegten Holzstäbchen wird dann in Punkte umgerechnet. Leider hatten die Mädchen hier ein wenig Pech, obwohl sie sehr schnell unterwegs waren, haben sie ein Stäbchen verloren und eines weggetreten, so dass am Ende nur 20 richtig gelegte Stäbchen und 7,1 Punkte. Ein wenig enttäuscht schauten die Mädchen schon drein, da ihnen im Training das eher besser gelang. Aber nach einer aufmunternden Ansprache ihrer Gruppenbetreuerin Katharina Pickströer fassten die Mädchen neuen Mut und konzentrierten sich voll auf ihren Auftritt vor dem Turnkampfgericht. Hier zeigten die Mädchen ihr ganzes Können und erhielten für ihre dargebotene Choreographie zur Musik von König der Löwen 8,95 von 10 Punkten. Nun kam noch das Werfen als letzte Disziplin. Hier kommt leider das junge Durchschnittsalter dieser Gruppe zum Tragen. Sind die anderen Teilnehmer in dieser Wettkampfklasse eher 12 bis 14 Jahre, die Bommeraner Mädels zwischen 8 und 12 Jahre alt und den anderen doch sichtbar körperlich unterlegen. Dementsprechend fiel das Ergebnis am Ende mit 6,75 Punkten wie erwartet eher mau aus.

Auch wenn sie dann über ihren guten 8. Platz ein wenig traurig waren, haben sie doch an diesem Tag ihr bestes gegeben. Für den nächsten Wettkampf wird schon eifrig an einer neuen Tanzchoreographie gearbeitet, so dass das eher unbeliebte Ballwerfen aus der Auswahl der Disziplinen rausfallen kann. Die KGW-Mannschaft setzte sich zusammen aus Marie Schrems, Nele und Emma Nockemann, Linda Noelle, Paula Magoley, Charlotte Methler, Alina Pohlmann, Mariya Okhotin und Jana Marulin.

Die Siegerehrung der TGW Jugend Mannschaften wurde ganz zum Schluss der Veranstaltung vorgenommen. Die Mannschaft bestehend aus Hannah Ribeiro-Welter, Lena Röhring, Jasna Lohmann, Johanna Siebers, Lina Nockemann, Lena Fintelmann, Jana Diekershoff und Amy Avermann konnte die Spannung kaum aushalten. Immerhin waren in dieser Wettkampfklasse 10 Mannschaften angetreten. Verlesen wurden die Plätze von 10 nach 1. Nachdem Platz vier und drei auch schon nach vorne gebeten wurden, war dann die Freude riesig als der Moderator den TuS Bommern auf den zweiten Platz ausrief und nach vorne auf das Treppchen bat. Da lag sich auch gesamte Trainerteam in den Armen. Mit einem solchen Ergebnis hatte niemand gerechnet, die Mannschaft am allerwenigsten. Zu guter Letzt standen am Ende 26,50 Punkte auf der Urkunde und somit war klar, dass sich die Mannschaft für die dt. Meisterschaften Anfang Oktober in Regensburg qualifiziert hatte. Der Rückstand zur erstplatzierten Mannschaft betrug nur 0,6 Punkte. Die Mädchen strahlten über das ganze Gesicht genauso wie die Silbermedaille, die man ihnen um den Hals gehängt hatte. Erschöpft, aber sehr glücklich reisten die Mädchen wieder nach Hause. Unser Dank gilt vor allem Amy Avermann und Jana Diekershoff. Die beiden sind erst sehr kurzfristig zur Mannschaft dazu gestoßen. Amy ist eigentlich Geräteturnerin, an dieser Stelle ein großes Dankschön an die DJK BW Annen. Ihre Heimtrainer haben Amy, obwohl die Geräteturner zur Zeit selber Wettkampfsaison haben, zu unserer Unterstützung freigegeben. Jana kommt vom Triathlon und hat insbesondere beim Orientierungslauf die Gruppe super unterstützen können.

Wir gratulieren der Mannschaft noch einmal zu ihrem Erfolg und drücken die Daumen für die Dt. Meisterschaften. Denn das die Gruppe daran teilnehmen möchte war ihr heimlicher Traum, den sie sich mit ihrer geschlossenen Mannschaftsleistung nun erfüllt hat.

Bericht von Christina Bergerhausen


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