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Montag, 22. Juli 2019

Die "Pedalritter" mit Weitblick ins Münsterland

Sternradtour Altenberge vom 01.07. - 05.07.2019

Altenberge hat wahrlich den Weitblick ins Münsterland. Die einzigartige Lage, höchster Punkt im Altkreis Steinfurt, bietet sich eine herrliche Aussicht ins Münsterland, besonders zu den Baumbergen und zum Teutoburger Wald. Jahrhundertealte Bauernhöfe, Wallhecken und Landwehre, direkt in der Umgebung des Altenberger Höhenrückens locken zu Ausflügen mit dem Rad. Schon deshalb fiel unsere Wahl in diesem Jahr auf Altenberge. Die Jubiläumstour, 10 Jahre Pedalritter TUS Bommern, als Sternradtour geplant, sollte allen bisherigen Mitfahren die Gelegenheit bieten, noch einmal eine Radtour in geselliger Runde mitzufahren oder einfach auch nur dabei zu sein. Ursprünglich sagten spontan 12 Pedalritter ihre Teilnahme zu, aber leider mussten dann doch noch zwei Mann die Tour absagen. Somit machte sich am 01.07.2019 eine erst mal 8-köpfige Gruppe (2 Mann sollten noch nachkommen) mit dem Bus vom TUS und dem Radanhänger der Wabe auf den Weg ins Münsterland. Schnell noch den Anhänger in einen verkehrssicheren Zustand gebracht, Räder mit Luft versorgen und ein Lämpchen vom Blinker erneuern, dann mit geübter Hand das Gepäck und die Räder verladen und die Fahrt nach Altenberge konnte starten. Nach einer staufreien Fahrt erreichten wir unser Ziel das Hotel Stüer * in Altenberge. Bus und Anhänger auf dem Parkplatz abgestellt, die Räder abgeladen, Radtaschen angebracht und die Helme aufgesetzt und ohne erst einzuchecken begeben wir uns schon auf eine erste kurze Radtour. Unser diesjähriger Tourguide Hans-Jürgen und sein Teasy führt die Gruppe an und lässt uns am Altenberger Höhenrücken entlang Richtung Nordwalde fahren. Wir merken schnell das wir uns ständig am Ausläufer der Baumberge bewegen und das Gelände recht wellig ist. Vorbei an einigen landwirtschaftlichen Anwesen auf mehr oder weniger guten Wegen radeln wir gut gelaunt über die Steinfurter Aa zur Kirche in Laer *, deren Kirchturm wir schon länger im Blick haben. Hier legen wir in einem gemütlichen Café eine kurze Pause ein bevor wir uns das Örtchen * ansehen. Höhepunkt ist die Besichtigung des Holskenmuseum, wo uns die hohe Kunst der Herstellung von Holzschuhen aus Pappelholz anschaulich erklärt. Auf der weiteren Fahrt, wir befinden uns jetzt für kurze Zeit im Landkreis Coesfeld, geht es in ruhigem Gelände wieder in Richtung Altenberge. Hier endet am Hotel der Rundkurs nach ca. 30 Km durch die Niederungen der Steinfurter Aa. Die Räder werden sicher in einer für uns reservierten Garage untergebracht und die Akkus über Nacht angeschlossen. Nach dem Genuss einer leckeren Kaltschale checken wir ein, beziehen unsere Zimmer und machen uns frisch, dann treffen wir uns wieder zu einem genussvollen 4-Gang-Menue und lassen den Tag in geselliger Runde ausklingen.

Der 2. Tag beginnt mit einem ausgezeichneten Frühstücksbuffet und wir stärken uns ausreichend für die anstehende Radtour. Nach einem kurzen Radcheck, die Akkus sind für die E-Biker wieder vollgeladen, begeben wir uns auf unsere 2. Radtour, die uns heute in Richtung Münster führen wird. Nachdem sich Hans-Jürgen mit seinem Teasy „eingenordet“ hat und wir nach einer kurzen Einführungsrunde im Kreisverkehr die Orientierung gefunden haben, kann die Tour beginnen. Das Wetter ist für uns Radler wie geschaffen, etwas bewölkt bei angenehmen Temperaturen, die ohnehin schon gute Stimmung wird noch besser, eilen wir unserem 1. Etappenziel entgegen. In Hohenholte an der Kirche, Mittelpunkt dieser kleinen Ortschaft, ein kurzer Halt, dann weiter abseits der verkehrsreichen Straßen zur Burg Hülshoff. Hier ist der Geburtsort der großen Poetin Annette von Droste-Hülshoff. Leider kann die auf zwei Inseln gebaute Wasserburg nicht besichtigt werden, aber auch die Außenanlagen und die gewaltige Burganlage aus Baumberger Sandstein hinterlassen bei uns einen großen Erinnerungswert aber auch Respekt vor den großen Bauherrn früherer Zeit. In der dazugehörigen Schenke lädt uns Hans-Jürgen noch zu einem kühlen Getränk ein und wir verlassen diesen schönen Ort wieder in Richtung Münster. Wir haben uns viel vorgenommen für Münster, Besichtigungen vom Schloss und Museen, aber das große Verkehrsaufkommen von Autos und Radfahrern lässt uns dann doch nur eine kurze Rast bei Kaffee und Kuchen machen und dann nichts wie raus aus dieser wuseligen Stadt. Nach einigen Kilometern durch die Stadt, gefühlt war jede Ampel auf ROT, fahren wir auf ruhigen und guten Wegen, vorbei an Haus Vögeding, einer alten Wasserburg, wieder nach Altenberge. Kurz vor der Ankunft im Hotel fordert eine langgezogene Steigung noch einmal alle Reserven an Kraft und Akkuleistung. Im Biergarten des Hotels werden wir, nach gefahrenen 52 Km, von unseren heute angekommenen Pedalrittern Wolfgang Z. und Götz empfangen, die unsere Gruppe nun vervollständigen. Nach Begrüßung und einer leckeren Kaltschale heißt es sich frisch machen und wir freuen uns wieder auf ein leckeres Abendmenue. Bei interessanten Gesprächen lassen wir den Tag noch einmal Revue passieren und fallen anschließend geschafft ins Bett.

Heute, an unserem 3. Tag, wollen wir unsere diesjährige Jubiläumstour besonders feiern. Wir tragen bereits zum gemeinsamen Frühstück und aus gegebenem Anlass unser neu gestaltetes Radtrikot. Nach ausreichender Stärkung treffen wir uns vor dem Hotel zu einem gemeinsamen Fototermin. Das Erinnerungsfoto schießt der Hotelchef persönlich. Jetzt noch ein kurzer Radcheck und schon kann die 3. Etappe starten. Sobald Hans-Jürgen und sein Teasy sich auf eine gemeinsame Strecke geeinigt haben fahren wir vorbei an der Krüselinde, dem Wahrzeichen von Altenberge. An dieser gewaltigen, ca. 300 Jahre alten Sommerlinde befand sich, zur Zeit Karl des Großen ein „Freistuhl“ oder auch Gerichtssessel eines Femegerichtes. Auch hier noch schnell ein Foto und wir fahren gemütlich und gut gelaunt ob des guten Wetters Richtung Bönstrop. Die Tour ist arm an Besichtigungspunkten aber reich an landwirtschaftlichen Gehöften jeder Größe. Höhepunkt der Rundfahrt ist die Strecke entlang des nie fertiggestellten Max-Clemens-Kanals, der einstmals Münster mit den Niederlanden verbinden sollte. Heute gilt er trotzdem als bedeutendes Naturdenkmal und hat seinen festen Platz in der Geschichte des Münsterlandes. Nun müssen wir uns aber sputen, denn um 14:30 Uhr haben wir, nach ca. 32 Km Radtour, einen Termin im Eiskeller von Altenberge. Die Besichtigung, kompetent geleitet von Frau Ria van der Loos, bringt uns völlig neue Erkenntnisse über die Lagerung von Bier in früheren Jahren. Dieser Eiskeller gehörte zur ehemaligen Altenberger Brauerei Beuing. Hier wurde im Sommer das gebraute Bier gelagert. Dazu wurden im Winter auf den umliegenden Felder und Wiesen sogenannte Eisteiche angelegt, woraus bei den entsprechenden Minustemperaturen Eisblöcke gewonnen wurden und in den Eiskeller gebracht. So blieb das tief gelegene Gewölbe auch im Sommer bei einer Temperatur von 10 –bis 12°. Mit dem Konkurs der Brauerei im Jahr 1927 endete vorerst die Nutzung des Gewölbes. Erst 1996 wurde der Keller wiederentdeckt und nach Um- und Aufräumbauarbeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine sehr informative Begehung im Info-Zentrum „Eisscholle“ rundete den Besuch ab. Im Anschluss fahren wir alle gemeinsam mit dem Linienbus nach Münster, wo wir erst bei Pinkus Müller ein leckeres Bierchen trinken und dann im „Drübbelken“, wo Jürgen für uns einen großen Tisch reserviert hat, einige schöne Stunden bei gutem Essen und Trinken verbringen. Ein gelungener Jubiläumstag geht nach der Rückfahrt und einem abschließenden Absacker im Hotel zu Ende.

Der 4. Tag unserer Sternfahrt wird ein guter Tag. Schon am Frühstückstisch können wir erkennen, Blumen und eine Kerze schmücken seinen Platz, dass einer unserer Pedalritter heute Geburtstag hat. Klaus muss dann erst einmal eine Glückwunschorgie über sich ergehen lassen, das macht er aber gekonnt souverän. Wir nehmen die Gelegenheit zusätzlich war, um unser Gastgeschenk, den Tourwimpel und eine Flasche „Prickelwasser“, an die Hotelleitung, vertreten durch die immer freundliche Marion, zu übergeben. Nach ausreichender Stärkung am gut bestückten Frühstücksbuffet, verabschieden wir unsere beiden Pedalritter Wolfgang Z. und Götz, die leider schon wieder schweren Herzens die Heimreise antreten müssen. Sie waren für drei Tage eine echte Bereicherung unserer Gruppe. Mit Wolfgang I. haben wir zudem einen weiteren Ausfall zu beklagen, eine hartnäckige Erkältung lässt eine Teilnahme an der Tour nicht zu. Des einen Pech ist des Anderen Glück. Rolf darf für den heutigen Tag auf Wolfgang I. sein E-Bike zugreifen und die Vorteile des Fahrens mit Motorunterstützung kennenlernen. Heute hat Hans-Jürgen sein Teasy fest im Griff und wir können ohne Umweg den Weg Richtung Billerbeck einschlagen. Dort angekommen stärken wir uns mit diversen Getränken, Eis und Kuchen für die kommenden Aufgaben. Eine Besichtigung des Ludgerus-Doms auch genannt Probsteikirche St. Ludgerus, auch der kulturelle Anteil soll ja nicht vernachlässigt werden, findet seinen Platz in unserem Programmablauf. Auf der Weiterfahrt, wir machen noch einen kurzen Halt an der Kolvenburg, hat unser Teasy mal wieder einen Kleinen aber verhängnisvollen Aussetzer. Anstatt auf direktem nach Havixbeck fahren wir über Nottuln, was zur Folge hat, dass wir mehrfach in den zweifelhaften Genuss der Baumberger Berge kommen. Mehrere Bergprüfungen, in der Spitze die Erklimmung der Leopoldshöhe, bringt unsere Radler ohne E-Bike an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Die Radler mit E-Bike haben dagegen gut lachen (aber ohne Schadenfreude!!). Belohnt werden wir alle mit einem kühlen Bierchen (alkoholfrei) und einer kleinen Stärkung im Historischen Brauhaus Klute. Durch Havixbeck, Hohenholte mit seiner historischen Klostermühle, die zu den Urgesteinen der Münsterländer Mühlen gehört und aus dem Jahr 1225 stammt, kommen wir nach unserer besten Tagesleistung von 62 Km wieder im Hotel an. Der Erfrischungstrunk macht uns sofort wieder munter und nach einer kühlen Dusche sind wir bereit für die Einnahme unseres letzten4-Gänge-Menues. Hierbei zeigt sich, dass Wolfgang I. wirklich krank ist denn er hat auf unseren Touren noch nie einen Gang ausgelassen. Wir wünschen ihm gute Besserung und eine gute Nacht. Für die anderen klingt aber auch nach dem gemütlichen Beisammensein zeitig der Abend aus.

Am Freitag bricht für uns der letzte Tourtag an. Wolfgang I. hat sich noch immer nicht gesund gemeldet und bleibt nach dem letzten gemeinsamen Frühstück dann auch im Hotel. Die anderen verladen schon mal ihr Gepäck und machen sich auf eine letzte „kurze“ Tour-Etappe in Richtung Greven. Sie beginnt auch sehr vielversprechend mit einer sehr schönen Abfahrt aus Altenberge heraus. Auf gut befahrbaren Wegen, wieder vorbei an etlichen bäuerlichen Gehöften, fahren wir in Greven ein kurzes Stück die Ems entlang, legen noch einmal eine kurze Pause im Café Kiepenkerl ein und begeben uns dann auf die Rückfahrt Richtung Altenberge. Hier spielt uns das Teasy, es ist übrigens ein Navigationsgerät auch speziell für Radtouren, ein letztes Mal einen Streich und versucht uns wieder in die falsche Richtung zu locken. Nach kurzer Irrfahrt wieder auf dem richtigen Weg, wir verlassen uns diesmal auf unser Gefühl, kommen wir alle wohlbehalten nach 40 Km am Hotel Stüer an. Hier werden wir auch schon sehnsüchtig vom kranken Wolfgang erwartet. Restliches Gepäck und die Räder sind schnell und routiniert verladen, nehmen wir noch den Abschiedstrunk zu uns und melden uns anschließend bei der Hotelführung ab. Ohne große Komplikationen und nur einem kleinen Stau auf der A43 kommen wir gegen 17:00 Uhr wieder in der Heimat an. Noch den Radanhänger bei der Wabe abgeben, den Bus volltanken und übergeben und wir können von unseren besseren Hälften wieder abgeholt werden. Wir verabschieden uns voneinander aber nicht ohne uns gegenseitig zu versichern, was wir für eine großartige Woche wir miteinander verbracht haben. Fazit: Die Jubiläumsfahrt der Pedalritter hat uns allen das gebracht was wir von ihr erwartet hatten. Vielleicht hatte manch einer erwartet, ach das ist ja nur das Münsterland, aber die unerwarteten Herausforderungen, die so manche Tour mit sich gebracht hatte, haben es schon in sich gehabt. Alle haben die Sternfahrt Altenberge, ca. 220 Km lang, mit Bravour gemeistert und ohne körperliche Blessuren überstanden. Alle sind sich sicher, nach dieser großartigen Radtour können wir es kaum erwarten im nächsten Jahr uns einer neuen Herausforderung zu stellen.

Der Dank aller Teilnehmer gebührt Götz und Wolfgang Z. für die großartige Ausarbeitung der einzelnen Tagestouren, Hans-Jürgen und seinem Teasy, dass ihm die Führung auf den Teilstrecken nicht immer leicht gemacht und Rolf, der die Gesamtorganisation routiniert gemeistert hat.

Bildmaterial von Götz, Wolfgang I., Klaus, Lothar, Dieter und Rolf

Bericht von Rolf

Altenberge
Tourwimpel
Tourwimpel
Abfahrt
Verladen Räder
Helm auf
Ankunft Stüer
Tourguide Hans-Jürgen
Steinfurter Aa
Sankt Bartholomäus Kirche Laer
Rathausteich
Holskenmuseum
Holskenmuseum
Holskenmuseum
Kaltschale
Start am Hotel
Stiftskirche Sankt Georg in Hohenholte
Burg Hülshoff
Burg Hülshoff
Haus Vögeding mit Rundturm
Landschaft Baumberge
Biergarten Stüer
Gemeinsames Erinnerungsfoto
Altenberge Krüselinde
Max-Clemens-Kanal
Eiskeller
Eiskeller
Eiskeller
Eiskeller Temperatur
Eiskeller Ausstellung
Eiskeller Erwähnung Witten
Villa Beuing
Pinkus Müller
Drübbelken
Klaus Geburtstag
Gastgeschenk Hotel Stüer
Ludgerus-Dom
Kolvenburg Billerbeck
Umweg Nottuln
Leopoldshöhe
Historisches Brauhaus Klute Havixbeck
Historisches Brauhaus Klute Havixbeck
Klostermühle Hohenholte
Greven Ems
Greven
Landwirtschaftliches Gehöft
Verladen Räder Stüer
Abschied Altenberge
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