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Handball

Montag, 18. Dezember 2017

Die OSC-Endstation heißt Clemens Uphues

OSC Dortmund - TuS Bommern 19:28 (11:13)

WAZ. Der TuS Bommern hat das Handball-Jahr 2017 mit einer 50-minütigen Klasse-Leistung beendet und dem bis dahin punktgleichen OSC Dortmund in dessen Halle die Grenzen aufgezeigt. Mit 28:19 (13:11) setzte sich das Team von Trainer Thorsten Stephan durch und wird nun als erster Verfolger des Spitzenreiters FC Schalke 04 ins Verbandsliga-Jahr 2018 starten.

„Gut, dass jetzt erst einmal Pause ist, um ein bisschen runterzukommen“, sagte der TuS-Coach nach dem Schlusspfiff. „Abheben wird bei uns, glaube ich, niemand. Ich schaue auch nicht auf die Tabelle.“ Doch genau dort sind seine Handballer dank ihrer zuletzt 10:0 Punkte in Serie inklusive des Sahnehäubchen-Sieges in Gelsenkirchen inzwischen so richtig hochgekommen. Und die Partie in Dortmund war ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass dies auch so bleiben oder sogar noch besser werden kann.

Okay: Die ersten zehn Minuten präsentierten sich die TuS-Spieler so schlampig, dass sie mit dem Ball mehr Patzer produzierten als die Marler Schiedsrichter Yannik Mühlenberg und Jannik Weist mit ihren Pfeifen. „Ich war stinkig“, sagte Thorsten Stephan ob des 1:5-Rückstandes. „Wir wollten Gas geben und Dortmund schocken, machen aber einen Fehler nach dem anderen. Wir haben exakt nicht das gemacht, was wir besprochen hatten.“

Letztlich war dies aber kaum mehr als ein Schönheitsfehler, den die Bommeraner ganz schnell kaschierten – eben auch, weil dieses TuS-Team verdammt viel Klasse besitzt. „Die Mannschaft ist so gefestigt“, erklärte Thorsten Stephan. „Sie weiß, dass sie ihren Stiefel runterspielen muss. Und dann ist sie nur schwer zu schlagen.“ Das Besondere: Dieser Stiefel passt beim TuS auch jedem. „Wir haben den Vorteil, dass wir immer nachlegen und das Tempo hochhalten können“, sagte der Trainer des Tabellenzweiten.

Zwar schaffte der OSC beim 11:11 noch einmal den Ausgleich, lag dann aber zur Pause mit 11:13 hinten und hatte in der zweiten Halbzeit nicht die Qualität, Bommern Paroli zu bieten.

Obwohl Fabian Jung nur noch für Siebenmeter-Würfe aufs Feld kam, nachdem er gegen Ende der ersten Hälfte nach einem Foul von Marc Bardischewski auf den Kopf gefallen war und über Schmerzen geklagt hatte. Obwohl Markus Schmitz bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte eine „psychisch anspruchsvolle Aufgabe hatte“, wie es Thorsten Stephan formulierte. „Aber wenn Maggi nicht so gut ist wie gewohnt und Fabian nicht so gut drauf ist, springen eben andere in die Bresche.“ Und so konnte der TuS-Coach sein linkes Rückraum-Ass in der zweiten Hälfte auch komplett schonen, weil „Lukas Burbaum sowohl in der Abwehr als auch im Angriff ein gutes Spiel gemacht hat“, sagte er.

Apropos Abwehr: Die 5:1-Formation des TuS – lediglich acht Gegentreffer in der zweiten Halbzeit beeindruckten auf der Tribüne sicherlich nicht nur Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder – zeigte eine bärenstarke Vorstellung und wusste Clemens Uphues in berauschender Form hinter sich. „Eine überragende Leistung“, lobte Thorsten Stephan seinen 20-jährigen Schlussmann. „Gewonnen haben wir das Spiel ganz klar in der Deckung.“

Gut, dass auch Stefan Goldkuhle in der Schlussphase Teil dieser Hintermannschaft war, nachdem er zuvor zwei Siebenmeter-Duelle für sich entschieden hatte – wenn ihm beim zweiten Mal auch der Pfosten die Arbeit abnahm. „Ich habe mit Goldi einen total coolen Torwart“, sagte Thorsten Stephan. „Aber im Moment hat er überhaupt keine Chance.“ Genauso wie der OSC Dortmund gegen diesen starken TuS Bommern keine Chance hatte. Überhaupt keine.

Spielfilm: 2:0, 2:1, 5:1 (10.), 5:5 (16.), 6:5, 7:6, 7:9 (20.), 9:11, 11:11 (28.), 11:13 (Halbzeit), 11:15, 12:15, 12:17 (42.), 15:20, 15:23 (51.), 17:23, 17:28 (58.), 19:28.

TuS Bommern: Uphues (1.-55.), Goldkuhle (55.-60. und bei zwei 7 m) – M. Jung, Schmitz (4), Galys (3), Mazur (2), Groß (3), Burbaum (1), F. Jung (4/3), Lindner (3), Kaufmann (5), Blechschmidt, Tarlinski (3).

WAZ-Bericht von Andree Hagel

Tabelle: 1. Herren - Verbandsliga

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