Kontaktieren Sie uns

Bitte tragen Sie Ihren Vor- und Nachnamen ein!
Bitte geben Sie Ihre Email-Adresse an!
Tragen Sie IhreTelefonnummer ein!
Geben Sie hier Ihre Nachricht ein!

Mit dem Absenden des Kontaktormulars stimme ich der Datenschutzerklärung zu.

Handball

Montag, 29. Januar 2018

Bommerns zweite Garde richtet es in Riemke

SV Teutonia Riemke - TuS Bommern 24:30 (13:15)

TuS Bommern: Uphues, Goldkuhle (n. e.) – M. Jung (2), Galys (1), Kaufmann (3), Mazur (3), Groß (2), Burbaum (4), Wichmann, Lindner (4), F. Jung (4/4), Blechschmidt (2), Tarlinski (1), Schmitz (4).

WAZ. Es läuft die 46. Minute in der Heinrich-Böll-Sporthalle, und Thorsten Stephan gibt sich ein Gefühl, das sonst eigentlich nur Jupp Heynckes kennt, der Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München: Top-Spieler ohne Ende auf der Bank.

Da sitzen sie nun alle nebeneinander – Kapitän Felix Groß, Fabian Jung, Markus Schmitz, Silas Kaufmann, Alexander Lindner und Nils Galys. Richtig: Die Start-Sechs der Verbandsliga-Handballer des TuS Bommern spielt nicht, sie hockt nur. Und sie sieht, dass es auch die vermeintlich zweite Garde des Spitzenreiters verdammt gut kann.

„Das ist mir sehr wichtig, dass diejenigen, die sonst wenig Spielanteile haben, das Ding nach Hause gebracht haben“, sagt Trainer Thorsten Stephan nach dem 30:24 (15:13) beim SV Teutonia Riemke. „Und das auch klar und verdient.“

Es ist ein schönes Gefühl für den Bommeraner Coach, dass er sich auch auf alle Spieler seines Kaders verlassen kann. Dass zum Beispiel die Bierverkäufer vom Freitagabend, als die Bundesligisten TSV GWD Minden und VfL Gummersbach am Bommerfelder Ring gewesen sind, herrlich harmonieren und der viermalige Torschütze Lukas Burbaum einmal großartig auf den dreimaligen Torschützen Raban Mazur am Kreis ablegt; oder dass Marius Jung das Spiel seiner Mannschaft klasse lenken kann; oder dass Marcel Tarlinski im rechten Rückraum meistens nur so zu stoppen ist, dass sogar Jesco Seidel und Richard Schäfer auf Siebenmeter entscheiden müssen.

Das darf nicht unerwähnt bleiben: Die Unparteiischen aus Drolshagen sind das wohl beständigste Gespann des Handballverbandes Westfalen, und sie pfiffen mal wieder 60 Minuten Kauderwelsch. Um es einmal auf den Punkt zu bringen: Es war schrecklich! Schrecklich schlecht!

Nicht wirklich gut war zunächst auch das, was die Bommeraner in ihren violetten Trikots beim Tabellenzehnten präsentierten. „Wir hatten in den ersten 20 Minuten in der Defensive nicht den Zugriff“, sagte Thorsten Stephan. „Obwohl wir genau wussten, wie Riemke spielt.“

So war die Partie zunächst lange Zeit sehr ausgeglichen, und die Bochumer, die längst nicht mehr so schwach sind wie in den ersten Saisonspielen, träumten sogar von einer Überraschung. Doch dann deckte der TuS etwas defensiver, unterband somit das tolle Riemker Kreisläufer-Spiel viel besser, und „Clemens Uphues hat sich ganz klar gesteigert“, sagte der TuS-Trainer. Am Ende hatte der Keeper weitaus mehr als vier gehaltene Siebenmeter-Bälle in seiner positiven Statistik stehen.

Nahezu perfekt und entscheidend war der Start in die zweite Halbzeit. Der TuS – zu diesem Zeitpunkt schon ohne Fabian Jung, Markus Schmitz, Silas Kaufmann und Nils Galys – zog schnell davon. Auf 17:13 und bis zur 43. Minute dann auf 22:16. „Das war wichtig“, sagte Thorsten Stephan. „So konnten die Riemker gar nicht erst den Verdacht schöpfen, dass sie uns noch holen können.“ Und die arrivierten Bommeraner konnten es sich weiterhin gemütlich machen. Auf der Bank.

WAZ-Bericht von Andree Hagel

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.