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Montag, 23. Juli 2018

Bericht zur Radtour Tour De Fries "Pedalritter" TuS Bommern


Einleitung

Am 26.06.18 starten unsere Pedalritter zu ihrer 9. Radtour nach Ostfriesland. Drei erfahrene- Rudi, Jürgen und Rolf, ein etwas erfahrener- Klaus, und zwei Frischlinge- Hans-Jürgen und Lothar haben sich vorgenommen Ostfriesland zu erkunden. Nachdem die Route „Tour De Fries“ ausgesucht war, auch als Fortsetzung der verregneten, letztjährigen Tour, wurde im Detail geplant. Die Tourplanung und die Auswahl der Hotels übernahm in geübter Weise unser Tourguide Rolf.


1. Etappe Friedeburg - Wittmund

Wir treffen uns also am frühen Morgen des 26.06.18 um 07:00 Uhr, verladen in gewohnter Weise unser mitgeführtes Gepäck und dank des bereitgestellten Equipments, Zurrbänder, Polster und Hammer, die Räder. Noch ein Kaffee als Wachmacher, auch weil Rudi noch sein Schuhwerk wechseln muss, dann geht es über die A 43, 2 und 31 zum Campingplatz Friedeburg, unserem Startort der diesjährigen Tour. Nach Übergabe des Gastgeschenkes, Tourwimpel und eine Flasche Wittener Ruhrwasser (Sekt), an den Betreiber, starten wir die Tour Richtung Friedeburg. Bei Temperaturen um die 14° und sehr bedecktem Himmel verzichten doch einige Mitfahrer noch auf kurze Hosen, andere radeln sich das Wetter schön. Wir folgen zuerst dem "Friesischen Heerweg" nach Friedeburg und später dann der Routenbeschilderung "Tour De Fries" die uns über Reepsholt und Leerhafe in die größte Stadt Ostfrieslands nach Wittmund führt. Unterwegs konnten wir einige Eindrücke über die Bauweise friesischer Kirchen sammeln. Die Etappe endet nach 33,5 Km am Ringhotel Residenz, wo uns am Abend ein erstklassiges 3-Gänge-Menue serviert wird. Noch einige erfrischende Getränke in geselliger Runde und ein erster, erlebnisreicher Tag neigt sich dem Ende.


2. Etappe Wittmund - Schillig

Ein wenig skeptisch beäugen wir am Morgen das Wetter, noch immer bedeckt und an der Temperatur hat sich auch noch nichts geändert. Wo bleibt der versprochene Sonnenschein? Egal, hart im Nehmen und gut gewappnet starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück auf die nächste Etappe. Die Tour führt uns nach Funnix, leider ist der berühmte Skulpturengarten heute geschlossen. Im Ortskern der urkundlich erstmals 1461 erwähnten Gemeinde machen wir kurzen Halt an der dortigen Pfarrkirche St. Florian. Weiter führt uns der Weg nach Berdum und seiner gleichnamigen Mühle, einem gut erhaltenen Erdholländer. Ein paar Bilder fürs Fotobuch und dann weiter Richtung Carolinensiel. Auf dem Weg dorthin endlich Sonnenschein und bei Ankunft im Museumshafen erfreut uns ein strahlend blauer Himmel. Ein Gruppenfoto an der "Caroline", war in der Zeitung, dann gehts weiter zur Schleuse Harlesiel. Endlich, in einem schönen Fischlokal machen wir Mittagsrast und genießen Fisch in vielen Variationen während auf der Harle ein alter Raddampfer mit Urlaubern an Bord an uns vorbei schippert. Die Weiterfahrt hinterm Deich, ohne Wegmarkierung, erlaubt uns erstmals einen Blick auf das Weltkulturerbe Wattenmeer. Die Betonpiste wird von unzähligen Schafen bevölkert und deren Hinterlassenschaften zwingen uns zu erhöhter Aufmerksamkeit. Immer wieder wird die Piste von Schafschleusen unterbrochen die nicht einfach zu durchfahren sind, auch hier heißt es Obacht geben. Nach einem kleinen Umweg zurück zum "Airport Harle" und einer schönen Rast im Bauerncafe mit Kaffeeflatrate und leckerem Kuchen, müssen wir uns jetzt sputen und die letzten 10 Km mit Höchstgeschwindigkeit zurücklegen, weil um 16:00 Uhr Deutschland
gegen Südkorea spielt. Ein schneller Check Inn im Hotel Neptun und wir sitzen pünktlich zum Spielbeginn bei einem kühlen Weizenbier im "Lands End" gegenüber. Die Niederlage der deutschen Mannschaft schmerzt nur kurz, schnell frisch gemacht und dann lecker speisen beim Italiener (die waren auch nicht bei der WM). Noch ein kurzer Spaziergang zum Strand und mit vielen neu gewonnenen Eindrücken fallen wir in die Betten. Tageskilometerleistung 53,5 Km.


3. Etappe Schillig - Wilhelmshaven

Der neue Tag beginnt wieder mit einem ausgiebigen Frühstück vom reichhaltigen Buffet. Dann der übliche Rad check, Gepäck verladen mit geübten Handgriffen und schon starten wir die nächste Etappe. Heute soll es nach Wilhelmshaven gehen, der Stadt am Jadebusen. Und wieder lacht die Sonne vom wolkenlosen Himmel, Sonnencreme ist gefragt und wird dick aufgetragen. Durch Horumersiel, einem kleinen trubeligem Feriendorf, entlang dem "Wanger Tief", mit dem Wattenmeer zur Linken, geht es nach Hooksiel. Kurzer Abstecher zum Küstenwachboot 19, heute Kameradschaftsheim der Marinekameradschaft Horumersiel, dann weiter Richtung Jever. Wegen fehlender Beschilderung und Suche nach der richtigen Route fahren wir fast auf die Autobahn, werden aber von einem aufmerksamen Friesen durch lautes pfeifen und rufen auf unseren Fehler aufmerksam gemacht. Puh!! Gerade nochmal gutgegangen! Kurz hinter der Stadtgrenze von Jever treffen wir auf die 1847 erbaute Schlachtmühle, ein Galerieholländer mit drei Mahlgängen. Unser Weg führt uns weiter zum Schloss Jever, dem bedeutendsten profanen Bauwerk der Stadt. Schon imposant! Nach einer kurzen Diskussion entscheiden wir uns in der Nähe der Brauerei Jever eine Pause einzulegen und einen Mittagssnack zu uns zu nehmen. Dann gehts auch schon weiter und wir treffen auf der Fahrt auf die Burg Kniphausen, einem ehemaligen Adelssitz der Spätrenaissance und alter Häuptlingssitz. Auf kleinen Umwegen erreichen wir nach gefahrenen 60 Km unser Hotel Kaiser in Wilhelmshaven wo die aufmerksame Hotelchefin uns gleich ein kühles, frisches Weizen anzapft. Am Abend verwöhnt uns die gute Küche mit regionalen und internationalen Gerichten. Gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Bonte Kai, wo an den Tagen zuvor die russischen Großsegler MIR und SEDOV sowie die Fregatte Hamburg zum stattfindenden Hafenfest friedlich nebeneinander festgemacht haben. Ein imposanter Anblick, der durch den aufsteigenden Vollmond interessante Perspektiven und Motive bildet. Klaus will dann noch auf der MIR anheuern, belässt es dann aber bei einem kurzen Decksbesuch. Auf dem nebenbei stattfindenden Jahrmarkt nehmen wir noch einen Schlummertrunk und beenden so wieder einen aufregenden Tag.


4. Etappe Wilhelmshaven - Wiesmoor

Auch an diesem Morgen lassen wir uns erst einmal das gute Frühstück schmecken um dann nach Rad Check und einen bangen Blick zum Himmel, ist aber gar nicht notwendig, weil die Sonne schon vom Himmel lacht, unsere Tour zu starten. Heute erwartet uns von der Planung die längste Tour. Entlang dem Bonte Kai, auf der MIR und SEDOV sind kaum Matrosen zu sehen (war wohl eine lange Nacht), über die Kaiser-Wilhelm-Brücke gehts entlang dem Fliegerdeich zum Jade-Weser-Airport, wo wir live den Start einer in die Jahre gekommenen Transall der Bundeswehr beobachten können. Dann entlang des Ems-Jade-Kanal mit kurzen Stopp an einer beweglichen Brücke, Freizeitschipper fahren Richtung Jadebusen vorbei, geht es über eine längere Holperstrecke aus Riemchenpflaster zum Schloss Gödens, einem 1671 erbauten Wasserschloss. Über Zetel Richtung Neuerburg mit seiner gleichnamigen Burg, einem unfreiwilligen Halt nach einem Sturz (ohne nennenswerte Blessuren dank ärztlichem Beistand), geht es weiter Richtung Wiesmoor. Wenige Km vor dem Ziel, in einer am Weg liegenden Gaststätte, genehmigen wir uns noch einen kühlen Drink. Zu aller Überraschung präsentiert uns der Wirt in einer Scheune ein voll funktionierendes, 90 Jahre altes Kirmeskarussel mit der passenden Musik. Sehr schön anzusehen. Noch die letzten Km, uns brennt allen das Hinterteil,
erreichen wir nach gefahrenen 68 Km unser schmuckes Hotel Zur Post in Wiesmoor. Zu unserer großen Freude dürfen wir am Abend die vorzügliche Küche unseres Gastgebers mit einem 4-Gang-Menue genießen. Noch ein kurzer Spaziergang über die Hauptstraße in Wiesmoor beschließt den Tag.


5. Etappe Wiesmoor Camping Friedeburg

Bevor wir zu unserer gekürzten Schlussetappe aufbrechen, lassen wir uns das heute mal am Tisch servierte sehr gute Frühstück schmecken. Smoothie inbegriffen. Nach den morgendlichen Ritualen, Rad Check und Gepäckverladung, radeln wir ganz entspannt die letzten 15 Km unserer diesjährigen Tour dem Ziel- und Ausgangspunkt entgegen. Auf dem Campingplatz wartet unser Bus und Radanhänger darauf, dass alles sicher festgezurrt verladen wird. Noch ein kurzer Blick auf den schönen See und wir starten zu unserer Rückfahrt. Unterwegs noch eine kurze Pause auf einem Rasthof und dann weiter ohne Stau Richtung Heimat. Gut gelaunt, weil auch alles so gut geklappt hat, verabschieden wir uns alle voneinander und freuen uns jetzt schon auf unsere 10-jährige Jubiläumstour im kommenden Jahr.

Resümee: Klaus hat es auf den Punkt gebracht und alle anderen können es bestätigen. Diese Tour stand unter einem guten Stern. Kaiserwetter begleitete uns auf fast allen Tagesabschnitten und machte uns so Ostfriesland noch besser bekannt. Die Tour hatte viele Facetten: lange Strecken entlang der Deiche, stille und waldreiche Abschnitte, sachte dahinfließende Fehnkanäle, schmucke und sehenswerte Dörfer, schöne Städtchen und eine Großstadt mit Hafenfesttagsathmosphäre. Eine gelungene Mischung die Freude gemacht hat und Lust auf mehr. Alle können es kaum erwarten, im nächsten Jahr die 10. Tour in Angriff zu nehmen. Vielen Dank an alle, denn wir alle haben dazu beigetragen, dass diese Tour ein voller Erfolg wurde.

Vielen Dank an die Verantwortlichen vom TuS, die uns auch in diesem Jahr mit der Bereitstellung des Vereinsbusses unterstützt haben.

Bilderstrecke von Klaus, Hans-Jürgen, Lothar und Rolf
Bericht: Vorarbeit und Tour Protokoll Klaus, endgültige Fassung Rolf

Noch ein Hinweis/Tipp an alle Pedalritter die in diesem Jahr nicht an der Tour teilnehmen konnten. Plant für das kommende Jahr euren Urlaub besser und bleibt alle gesund dann klappt es auch mit der nächsten Tour.

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