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Handball

Montag, 28. August 2017

TuS Bommern zeigt Charakter

WAZ. Dieses Trainingslager müssen die Handballer des TuS Bommern jetzt erst einmal verdauen. Der kleine Kader des Verbandsligisten holte ein Remis gegen Oberaden und feierte einen glatten Sieg in Lüdenscheid.

TuS Bommern - SuS Oberaden 26:26 (9:16). Einen solchen Fehlstart hatten die Bommeraner wohl seit Jahren nicht mehr hingelegt. Zehn Minuten waren gespielt, da führte der Verbandsligist aus Bergkamen mit 7:0 am Bommerfelder Ring. Viel spritziger, dynamischer waren die Gäste - kein Wunder angesichts des harten Programms, das TuS-Trainer Thorsten Stephan im Laufe des Trainingslagers von seinem Team verlangte. Früh sah sich der Coach dazu gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Zwischenzeitlich führte Oberaden dann sogar mit neun Treffern (14:5; 23.), zeigte dabei eindrucksvolle Spielzüge und blieb kaltschnäuzig vor dem Kasten. Als die Seiten gewechselt wurden, führte das Team aus der Parallelstaffel mit 16:9.

„Ich muss den Hut vor meiner Mannschaft ziehen, wie sie dann in der zweiten Hälfte zurückgekommen ist“, so Bommerns Trainer. Zwar fehlten weiterhin einige Stammkräfte, doch mit jedem erzielten Treffer wuchs erkennbar der Ehrgeiz, diese Partie so nicht enden zu lassen. Nach 44 Minuten traf Kreisläufer Nils Galys zum 18:19. TuS-Keeper Stefan Goldkuhle steigerte sich erheblich, fischte einige schwere Würfe. In der 57. Minute traf er sogar selbst ins verwaiste Gästetor zum 24:25-Anschlusstreffer. In der letzten Minute egalisierte Marcel Tarlinski zum 26:26 - und Oberaden vergab per Strafwurf die Chance, die Partie doch noch zu seinen Gunsten zu entscheiden. „Charaktertest bestanden“, so Stephans Kommentar.

TuS: Goldkuhle (1); Schmitz (6), F. Jung (5/1), M. Jung (1), Galys (3), Lindner (5), Tarlinski (1), Groß (3), Kaufmann, Blechschmidt (1).

HSG Lüdenscheid - TuS Bommern 22:31 (14:19). Beinahe merkte man den Stephan-Schützlingen am Sonntagnachmittag die Müdigkeit nach den Strapazen des Trainingslagers gar nicht an. Den Landesligisten aus dem Sauerland hatte der TuS jedenfalls immer sicher im Griff, siegte wie schon beim ersten Vergleich vor zwei Wochen ganz eindeutig.

Vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Wittener einmal mehr exzellente Angriffe, waren insgesamt 19-mal erfolgreich. „Mit der Abwehrarbeit war ich da aber nicht ganz zufrieden - 14 Treffer für Lüdenscheid waren zu viel“, so Thorsten Stephan kritisch. Dennoch war das wohl Meckern auf hohem Niveau, denn ihm standen lediglich zwei Ersatzspieler zur Verfügung - und das nach einem so fordernden Wochenende. Gegen die Lüdenscheider taten sich in erster Linie zwei Flügelspieler des TuS hervor: Felix Groß gewann das Duell mit insgesamt zehn Treffern knapp gegen Youngster Alexander Lindner, der es immerhin auf acht Torerfolge brachte.

TuS: Goldkuhle; Groß (10/1), Lindner (8), Kaufmann (2), Schmitz (4), F. Jung (2/1), M. Jung (2), Blechschmidt (2), Galys (1).

WAZ-Bericht von Oliver Schinkewitz