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Handball

Freitag, 08. September 2017

Neue Qualität und hohe Ziele

WAZ. Mit einem Heimsieg gegen Teutonia Riemke wollen die Handballer des TuS Bommern in die Saison starten. Zwei Neuzugänge schlagen prächtig ein.

Zuletzt musste Thorsten Stephan, Trainer der Verbandsliga-Handballer des TuS Bommern, beinahe ein wenig auf die Euphoriebremse treten - fast schon zu gut waren seine Schützlinge in Schuss, lieferten eine starke Partie nach der anderen. Doch erst am Samstag (19.30 Uhr, SuFz Bommern) zählt es wirklich für die Grün-Weißen, wenn es gegen Nachbar SV Teutonia Riemke um Punkte geht.

„Es war wirklich eine lange Zeit seit Anfang Juni“, so der TuS-Coach. „Jetzt müssen wir unter Beweis stellen, dass sich die ganze Arbeit auch gelohnt hat.“ Grundsätzlich will er auch gar nicht den Miesepeter geben und spricht davon, dass sein Team „auf einem sehr guten Weg“ sei. Die Ergebnisse und die Auftritte an sich in den Vorbereitungspartien sprechen da durchaus für sich. „Ich habe aber in jedem einzelnen Spiel noch Sachen gefunden, die wir weiter verbessern können“, so der 47-Jährige. Seine Mannschaft müsse nur verinnerlichen, dass die einfachen Fehler, die man sich bisweilen gegen unterklassige Gegner erlaubt hat, in der als ausgeglichen geltenden Verbandsliga kaum erlauben kann.

Schon die Riemker werden sich am Samstagabend kaum im Handumdrehen bezwingen lassen. „Das ist ein sehr geschlossenes, kampfstarkes Team, das schon oft große Moral bewiesen hat“, weiß Thorsten Stephan. Und die Niederlage im Punktspiel in Bochum hat er auch nicht vergessen - da lag sein Team zwischendurch mit satten zehn Treffern im Rückstand.

Mit gesundem Selbstbewusstsein können die Bommeraner aber allemal an diese Spielzeit herangehen - was vor allem an der klugen Einkaufspolitik liegt. „Unsere beiden Neuzugänge Markus Schmitz und Silas Kaufmann bringen noch mal eine ganz neue Qualität ins Team. Es wirkt so, als wären sie schon seit Jahren dabei“, so der TuS-Coach. Der ohnehin in der Spielzeit 2017/18 auf einen exzellenten Kader zurückgreifen kann, in dem nahezu jede Position doppelt stark besetzt ist. Allein in Sachen Kreisläufer schwächeln die Wittener aktuell ein wenig, da sich Neuzugang Nummer drei, Raphael Willeke, demnächst doch einer Knie-Operation unterziehen muss. „Er fällt wohl für die gesamte Hinserie aus“, sagt Stephan, der über schon weitere (interne) Optionen grübelt.

Künftig wollen die Bommeraner ihr schon in der Vorsaison angewandtes Tempospiel noch konsequenter durchbringen. „Im Prinzip habe ich ja zwei Mannschaften zur Verfügung. Die Jungs sollen das Tempo jetzt 60 Minuten lang hoch halten“, so der Trainer. So wolle man in dieser Spielzeit nicht nur besser abschneiden als im Vorjahr (Platz acht), sondern ein Wörtchen noch weiter oben mitreden. „Mit Platz sieben gebe ich mich diesmal sicher nicht zufrieden. Favoriten sind wohl Siegen und Hagen II - dahinter kommen mehrere Teams, zu denen ich auch uns zählen möchte“, erklärt Stephan.

Dass die Wittener durchaus berechtigte Ansprüche anmelden, haben sie mit starken Auftritten wie beim Testspiel-Sieg gegen Drittligist TuS Volmetal oder beim „Kronen-Cup“ in Dortmund untermauert. Jetzt müssen die Leistungen auch in der Punkterunde bestätigt werden. Vor allem die eigene Halle will der Trainer zu einer „Festung“ ausbauen. „Wir wollen in dieser Saison wieder sehr heimstark sein.“ Gegen Teutonia Riemke hofft der TuS Bommern am Samstag auf den ersten großen Schritt dorthin.

WAZ-Bericht von Oliver Schinkewitz